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Politik - Kärnten
© Montage 5min.at / LPD Kärnten Helge Bauer

Kolumne

Punch der Woche: „Kärntner An­zug – für Papst, König & Kaiser“

Kärnten – Morgen ist wieder 10. Oktober. Kärntner Landesfeiertag, im Jubiläumsjahr. Und zwischen all den gelb-rot-weißen Fahnen, dem „Mannesmut und Frauentreu“ … werden sich etliche Landsleute wohl erneut die Frage stellen, warum denn unser Landeshauptmann partout keinen Kärntner Anzug trägt?

 2 Minuten Lesezeit (353 Wörter) | Änderung am 09.10.2020 - 15.19 Uhr

Von Walter Grill. Papst Michi hat einen, König Heli ebenso, Graf Egon gleichfalls – nur Kaiser Peter nicht! Für viele Kärntner ein Tabubruch, symbolisiert doch das braun-grüne Kleidungstück die Erd- und Heimatverbundenheit der Männer zwischen Rangersdorf und Matschenbloch.

Kaiser verstößt gegen eine Verordnung

Traditionelle Werte – und eigentlich verstößt Peter Kaiser gegen eine Verordnung seiner Vorgänger: Der Kärntner Anzug wurde nämlich per Dekret der Kärntner Landesregierung als offizielle Landestracht eingeführt! Anno 1911, ist also bei Gott kein Nazi-Gwandl oder haiderianischer Kampfanzug.

Landeshauptmann trägt Kärnten im Herzen

Peter Kaiser, dem ich als Mensch und Freund Respekt zolle, beruft sich darauf, dass er „Kärnten im Herzen trage“ und man „der Bevölkerung auch im klassischen Anzug (oder Mode-Tracht) Respekt erweisen könne.“ Stimmt schon, doch modische Trachten und Anzüge werden zeitgemäß designt, Traditionen werden aber niemals erfunden!

Hätten sich die Steirer geweigert, man hätte sie „geapfelt“

Die  Baskenmütze zum Beispiel ist ein Zeichen der nationalen Identität, ein Prinz Charles trägt stolz seinen Kilt. Hätten sich Steiermarks Landeshauptleute Krainer oder Schützenhofer je geweigert, einen Schladminger Lodenwalker samt Ausseer Hut zu tragen? Man hätte sie wohl, draußen am Kernöl Äquator, gnadenlos „geapfelt“– ist ähnlich wie steinigen, nur wirft man mit Åpfln der Marken Jonagold und Kronprinz Rudolf …

War es die Empfehlung einer großen Landsmännin?

Vielleicht hält sich aber Peter Kaiser auch nur an die Empfehlung einer großen Landsmännin, Dagmar Koller: „Wenn man nicht weiß, was man zu einer Veranstaltung anziehen soll, kommt man am besten als Erste. Dann haben die anderen das Gefühl, falsch angezogen zu sein.“

Der Kolumnist:

Der Kärntner Walter Grill war über 40 Jahre als Sportredakteur und Sport-Ressortleiter der Kärntner Tageszeitung / KTZ aktiv. Kein Blatt vor den Mund nahm sich Grill im Zuge seines Kommentares „Punch am Sonntag“, in welchem er diverse Themen vor allem im Sportbereich behandelte. Er engagierte sich auch als Fußballtrainer für die Jugend, Eishockeyschiedsrichter und Pressechef bei verschiedenen großen Sportveranstaltungen in Kärnten.

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