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Leute - Klagenfurt
Karin Rainer mit ihrem Stoffsortiment in der „Zwergenstadt“
Karin Rainer mit ihrem Stoffsortiment in der „Zwergenstadt“ © Christine Jeremias

Schneiderin setzt sich für gute Zwecke ein:

Karin näht für Sternenkinder und Frühchen

Klagenfurt – Begonnen hat alles damit, dass es keine Bettwäsche mit dem passenden Motiv für ihren Sohn gab. Also hat Karin Rainer beschlossen, selbst ans Werk zu gehen und hat als absolute Nähanfängerin bald ihre Begeisterung für dieses kreative Hobby entdeckt.

 3 Minuten Lesezeit (363 Wörter) | Änderung am 09.10.2020 - 10.57 Uhr

Von Christine Jeremias. Mittlerweile wurde aus dem Hobby ihr Beruf: im „Stoffwunderland“ finden Nähinteressierte alles, was es braucht, um besondere Stücke zu kreieren. „Je mehr ich mich mit dem Nähen beschäftigte, desto mehr hatte ich das Gefühl, in Kärnten nicht genug Auswahl zu haben. Durch meine beiden Kinder und vor allem die Neurodermitiserkrankung meiner Tochter habe ich mich außerdem intensiv mit Schadstoffen in Textilien und Nachhaltigkeit auseinandergesetzt“, erzählt die gebürtige Deutsche, die seit 12 Jahren in Kärnten lebt. Zusammen mit dem Wunsch nach einer Arbeit, die sich mit dem Familienleben in Einklang bringen lässt, entstand so die Idee, einen eigenen Stoffhandel zu gründen.

Mit Stoffen Gutes tun

Karin näht mit nachhaltig produzierte Stoffe aus Europa, ohne Schadstoffe. Außerdem unterstützt sie ehrenamtlichen Projekten, wie den „Kleinen Knöpfen“, die Kleidung für Frühchen nähen oder einer engagierten Näherin, die besondere Stücke für Sternenkinder herstellt. Auch die Neonatologie in Villach ist, dank dem „Stoffwunderland“ und dem Näheinsatz von Krankenschwester Ingrid Guggenbichler bunter geworden.

„Viele meiner Kundinnen spenden Stoffe für einen guten Zweck oder kaufen Gutscheine bei mir, mit denen die ehrenamtlichen Näherinnen dann bei mir einkaufen. Und ich selbst gebe auch immer wieder gerne Stoffe für diese Initiativen her“, erzählt Karin. Ein Teil ihres Sortiments findet man in der Zwergenstadt. Zweimal die Woche berät Karin die Kunden dort auch vor Ort.

Vom Hobby zum Onlineshop

Seit Februar 2019 gibt es das „Stoffwunderland“ als Onlinehandel. Wichtig ist Rainer vor allem der gute Kontakt zu ihren Kundinnen – es sind nach wie vor Großteils Frauen, die sich für Stoffe begeistern – und die schnelle Abwicklung der Bestellungen. „Fast alle Einkäufe werden über meine Facebookgruppe getätigt, das funktioniert ganz toll und unkompliziert. Entweder verschicke ich die Ware oder die Stoffe werden bei mir zu Hause abgeholt. Während des Lockdowns, als die Leute mehr Zeit zum Nähen hatten, war ich so etwas wie ein Stoff-Drive-In“, lacht die gelernte Buchhalterin, die selbst kaum noch zum Nähen kommt.

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Einhörner und Feuerwehr gehen immer…

Einhörner und Feuerwehr gehen immer… - © Christine Jeremias

 

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