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LH Peter Kaiser mit Mitgliedern der Kärntner Landesregierung und anderen FestteilnehmerInnen
LH Peter Kaiser mit Mitgliedern der Kärntner Landesregierung und anderen FestteilnehmerInnen © LPD/fritzpress

Feierlichkeiten zum 10. Oktober

Traditionelle Gedenk­feier beim Herzog­stuhl in Maria Saal

Maria Saal – Der historische Weg, welcher zum Abstimmungsergebnis bei der Volksabstimmung 1920 führte, steht auch bei den Feierlichkeiten des Landes Kärnten zum 10. Oktober im Vordergrund. Daher fand am heutigen Freitag, dem 9. Oktober 2020, eine große Feier in Maria Saal beim Herzogstuhl statt. Bei strahlendem Wetter, aber unter strengen Coronaauflagen. 

 3 Minuten Lesezeit (479 Wörter)

LH Peter Kaiser wies in seiner Ansprache darauf hin, dass das 100-jährige Jubiläum der Kärntner Volksabstimmung ein Zeitpunkt sei, zurückzublicken, aber auch um festzustellen, dass vor 100 Jahren die Menschen erstmals ihr Selbstbestimmungsrecht nutzen konnten. „[Sie] konnten erstmals selbst entscheiden, zu welchem Staat, zu welchem System, sie gehören wollen. Der Kärntner Abwehrkampf war eine wesentliche Positionierung, dass Kärnten den SHS-Truppen nicht wehrlos gegenübersteht. Ein unübersehbares Zeichen von Mut und Entschlossenheit“, so Kaiser. Es sei daher auch eine Pflicht, an diesem Ort der Geschichte an die Gefallenen zu denken.

Auch erinnerte der Landeshauptmann, dass es sehr viele slowenischsprachige Kärntner waren, die damals für […] den Verbleib bei Österreich gestimmt haben. „Es waren soziale, wirtschaftliche, nachbarschaftliche aber auch emotionale Gründe, die ausschlaggebend für die Zustimmung und den Verbleib Kärntens bei der Republik waren. Eber grundlegend für alles war die Gemeinsamkeit“, sagte Kaiser. So könne auch die Zukunft nur in der Gemeinsamkeit liegen.

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LH Peter Kaiser und LR Martin Gruber bei der Gedenkfeier.

LH Peter Kaiser und LR Martin Gruber bei der Gedenkfeier. - © LPD/fritzpress

„Kärnten feiert den 10. Oktober vereint“

LR Martin Gruber erklärte, in diesen Tagen sehr viel mit Gedenken an Persönlichkeiten, die die Geschichte des Landes geprägt haben, beschäftigt zu sein. „Denn diese Menschen haben ein Kärnten geschaffen, in dem wir heute leben können und wie wir es heute erleben dürfen“, so Gruber. Er sei jedenfalls mit Stolz erfüllt, dass Kärnten den morgigen 10. Oktober geeint und vereint feiern wird. „Nur, wenn wir uns mit der Vergangenheit beschäftigen, verstehen wir, wer wir sind. Dementsprechend können wir uns entwickeln und unsere Zukunft gestalten. Es ist die Aufgabe jeder und jedes Einzelnen Werte und die Traditionen weiterzugeben, unseren Kindern zu vermitteln und damit das Gedenken aufrechtzuerhalten“, betonte Gruber.

„Hier wurde Kärnten zusammengeführt“

Der Obmann vom Rat der Kärntner Slowenen, Valentin Inzko strich die Symbolik des Herzogstuhles hervor. „Dieser Ort strahlt etwas aus. Alles, was wir tun, tun wir für nächste Generationen. Kärnten hat eine gute Zukunft, sichtbar alleine an dieser gemeinsamen Feier“, so Inzko. Bürgermeister Anton Schmidt sagte, dass der Herzogstuhl schon vor dem Tag der Volksabstimmung selbst eine wichtige Rolle gespielt habe. „Schon am 12. September 1920 haben sich hier 50.000 Kärntnerinnen und Kärntner getroffen, um sich für Kärnten als eine Einheit auszusprechen“, erzählte Schmidt. Der Herzogstuhl habe Symbolcharakter und sei ein Denkmal der Gemeinschaft. „Hier wurde Kärnten zusammengeführt, schon Jahrhunderte vor der Volksabstimmung“, so Schmidt.

Umrahmt wurde die Gedenkfeier von der Militärmusik Kärnten unter der Leitung von Oberst Dietmar Pranter, vom Jugendchor Mladinsiki zbor Danica unter der Leitung von Barbara Mistelbauer-Stern und vom Singkreis Ars Musica Althofen unter der Leitung von Dagmar Sucher.

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Gedenkfeier mit Kranzniederlegung im Rahmen von CARINTHIja 2020.

Gedenkfeier mit Kranzniederlegung im Rahmen von CARINTHIja 2020. - © LPD/fritzpress

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