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Wirtschaft - Villach
© Dagmar Gfrerer

Zahlungskräftigste Publikum

Veldner Camping-Konzept: „Rast-Stellplatz“ zieht Gäste an

Velden – Ein neues Serviceangebot für Reisende mit dem Wohnmobil bietet seit heuer die Gemeinde Velden am Wörthersee an. Initiatorin ist Dagmar Gfrerer, Unternehmensberaterin im Tourismus, mit Schwerpunkt Camping. Weitere Standorte werden gesucht.

 3 Minuten Lesezeit (447 Wörter)

„Manchmal braucht es als Camper mit Wohnmobil oder autarkem Campingbus einfach nur einen sicheren Stellplatz für eine Nacht“: Die Unternehmensberaterin Dagmar Gfrerer hat dazu ein Konzept entwickelt, das sich „Rast-Stellplatz“ nennt und in Velden am Wörthersee erstmalig umgesetzt wurde. Bei Campern stößt dieses Konzept auf große Begeisterung und bringt auch für die Region einen Mehrwert.

Beliebt: Stellplätze mit Angebot

Begeisterte Camper sind unter anderem die Kabarettistin Monica Weinzettel und der Schauspieler Gerold Rudle. Sie sind seit 15 Jahren europaweit mit ihrem Wohnmobil unterwegs und besuchten im Sommer den Rast-Stellplatz in Velden. Weinzettel gab ein Statement ab, das auf Facebook in einem Video zu hören ist, unter anderem sagt sie: „Dieser Stellplatz hat genau das, was wir Camper brauchen, Strom, Wasser Ver- und Entsorgung, WC Entleerung und WLAN. Wir Camper brauchen mehr von solchen Plätzen.“

Viele positive Bewertungen im Internet

Die Reisemobilisten bleiben nur für eine Nacht auf diesen Stellplätzen. Diese Gästeschicht ist das zahlungskräftigste Publikum unter den Campern. Sie lassen, laut Statistik 50,50 Euro pro Kopf pro Nacht in der Region. Wobei im Gegensatz dazu ein Dauercamper am Tag 20,10 Euro ausgibt. Die Reisemobilisten reisen sehr gerne und vorwiegend in der Vor- und Nachsaison und viele dieser Gäste fahren aus Prinzip nur Stellplätze an. Gfrerer: „Viele meiner Gäste würden ohne dem Rast-Stellplatz in Velden keinen Zwischenstopp in der Region machen.“

Gesetzliche Vorgaben eingehalten

Als erster registrierter Abstellplatz, nach dem neuen Campingplatz Gesetz in Kärnten, hält Gfrerer auch alle gesetzlichen Vorgaben ein. Dazu recherchierte die Unternehmerin über ein Jahr hinweg die Gesetzeslage, war regelmäßig mit den unterschiedlichsten Behörden in Kontakt, um alles korrekt umzusetzen. „Zu Beginn waren wir kein Parkplatz und auch kein Campingplatz, jetzt sind wir offiziell ein Abstellplatz für motorisierte mobile Unterkünfte,“ so die leidenschaftliche Camperin. Die Aufenthaltsdauer ist bei uns auf 24 Stunden beschränkt und wird, auf dem höchst technisch ausgestattetem Stellplatz, von Gfrerer als Aufsichtsperson und einem Poller bei der Einfahrt kontrolliert.

Standorte und Investoren gesucht

„Bei der Planung und Umsetzung hatte ich mit der Firma CampConcept eine professionelle und erfahrene Firma an meiner Seite. Unterstützt wurde das Projekt auch von der LEADER Förderung. Die Mitarbeiterinnen von Villach Umland gaben mir auch oft mentale Unterstützung und vom Tourismusverband und der Gemeinde Velden hatte ich immer den vollen Rückhalt, das ist eine großartige Kooperation“, freut sich Gfrerer. Weitere Standorte werden gesucht und es gibt auch schon Anfragen aus anderen Bundesländern. In Kärnten könne man sich noch zwei bis drei weitere Rast-Stellplätze vorstellen. Dafür werden Investoren gesucht. 

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