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Nach zwei gefährlichen Angriffen

Anzeige gegen Hunde­besitzer: „Meine Mutter hat geschrien und geblutet“

Villach Land – Eine verzweifelte Leserin wandte sich kürzlich an uns. Am Samstag wurden ihre Mutter und ihr Hund von zwei anderen Hunden angefallen und gebissen. Ihre Mutter musste darauf hin ins Krankenhaus und der Hund in die Tierklinik. Da dies schon der zweite gefährliche Angriff war, reicht es der Leserin: Sie hat Anzeige erstattet.

 3 Minuten Lesezeit (363 Wörter) | Änderung am 13.10.2020 - 13.18 Uhr

Samstag Mittag war die Mutter der Leserin mit dem gemeinsamen Hund spazieren. Aus dem nichts tauchten zwei Hunde auf, die die Mutter und den Hund anfielen und schwer verletzten. „Meiner Mutter wurde fast der Finger abgebissen und mein Hund hat starke Verletzungen im Gesichts- und Halsbereich davongetragen“, erklärt die Leserin.

„Sie haben nicht mal geholfen“

Nachbarn hatten den Vorfall beobachtet und eilten der Mutter sofort zur Hilfe. „Die Besitzer der Hunde, die angegriffen haben, haben nicht einmal den Notruf gewählt“, erzählt die Leserin und ärgert sich über die unterlassene Hilfeleistung. „Meine Mutter hat geschrien und hat stark geblutet und sie sind wegmarschiert als wäre nichts passiert“, meint sie fassungslos, als sie den Vorfall schildert.

Nicht der erste Vorfall…

Dies war jedoch nicht der erste Vorfall. Einmal sind die zwei Hunde die Leserin selbst angefallen. „Mein Hund wollte mich damals beschützen und wurde auch da stark verletzt“, erzählt sie.  „Die Besitzer dieser Hunde sind in der Nachbarschaft bekannt. Niemand traut sich mehr in die Nähe. Schon gar nicht Mütter mit Kleinkindern“, so die Leserin, die aber den Hunden selbst keine Schuld geben möchte. „Ich denke sie halten die Hunde auf viel zu engen Raum und sind damit einfach überfordert“, vermutet sie.

„Die Hunde sind natürlich nicht strafbar“

Auch die Polizei gibt den Hunden keine Schuld. „Die Hunde sind natürlich nicht strafbar. In so einem Fall werden immer die Besitzer zur Rechenschaft gezogen und auch die Bezirkshauptmannschaft wird informiert, falls ein Halteverbot ausgesprochen werden müsste. So ist das Standardverfahren“, erklärt Inspektionskommandant Michael Gasser von der PI Velden, der bestätigt, dass eine Anzeige gegen die Hundebesitzer vorliegt.

Nun wird ermittelt

„Wir haben den Notruf um 13.20 Uhr erhalten und waren um 13.28 vor Ort“, erklärt er. Nun wird in dem Fall weiter ermittelt. Sollten die Ermittlungen etwas ergeben, wird der Fall Sache der Staatsanwaltschaft. „Es wird dann natürlich situationsbedingt geprüft wie schwer die Verletzungen beispielsweise sind und ob ein Delikt wie ‚Unterlassende Hilfeleistung‘ im Raum steht. Danach würde sich dann, im Falle einer Verurteilung, auch das Strafmaß richten“, erklärt der Polizeiinspektor. Für alle Beteiligten gilt die Unschuldsvermutung.

 

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