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Leute - Klagenfurt
© Christine Jeremias

Konfliktpotential am Berg

Verbotener Spaß: Dowhill­trails auf dem Kreuzbergl

Klagenfurt – Wie kaum eine andere Sportart erlebt das Mountainbiken in den letzten Jahren einen enormen Boom – ob in der klassischen Ausführung, als E-Bike oder Downhillbike, auch in Klagenfurt kommen immer mehr Menschen auf das Rad. Dass der Trendsport allerdings auch ein gewisses Konfliktpotential birgt, zeigt die Situation auf dem Kreuzbergl.

 2 Minuten Lesezeit (340 Wörter)

Von Christine Jeremias. Klagenfurts „Hausberg“ ist ein beliebtes Naherholungsgebiet, das täglich von hunderten Menschen aufgesucht wird. Hundebesitzer, Jogger, Nordic Walker oder Familien mit Kindern, sie alle schätzen den abwechslungsreichen und weitläufigen Wald. Seit einigen Jahren entdecken auch immer mehr Moutainbiker das Kreuzbergl für sich.

Illegales Vergnügen

Auch wenn sich das ausgedehnte Wegenetz für einen Radausflug anbietet, legal ist dieses Vergnügen nicht. Denn laut Fortgesetz dürfen Österreichs Wälder zwar grundsätzlich zur Erholung betreten werden, das Radfahren ist – abseits von eigens gekennzeichneten Strecken – aber verboten. Ernst genommen wird dieses Verbot selten, der Großteil der Mountainbiker verhält sich glücklicherweise jedoch rücksichtsvoll gegenüber anderen Waldbenutzern.

Aufwendige Trails

Leider gibt es aber auch jene Biker, die nicht auf andere achten und in halsbrecherischem Tempo abwärts rasen, was immer wieder zu gefährlichen Situationen mit Spaziergängern führt. „Ich konnte letztens gerade noch ausweichen, als eine Gruppe von vier Jugendlichen mit hoher Geschwindigkeit den Fitnessparcours heruntergerast ist. Ein Mann hat sich ihnen sogar in den Weg gestellt, um die Fahrt zu stoppen. An diesem Tag waren sehr viele Kinder, Hundebesitzer und ältere Menschen unterwegs“, erzählt eine Dame, die regelmäßig auf dem Kreuzbergl spazieren geht. Abseits der Hauptwege gibt es mittlerweile auch zahlreiche von Bikern errichtete Downhill Trails. Teilweise mit aufwendigen Rampen und Schanzen gestaltet, haben die Sportler hier Strecken mit dem gewissen Kick geschaffen, von vielen Spaziergängern werden die Aufbauten aber als pure Provokation empfunden.

Lösung in Sicht

Der Problematik rund ums Mountainbike ist man sich auch in der Stadtpolitik bewusst: zwischen Potential für den Tourismus, Freizeitangebot und Konflikten mit Grundbesitzern und Wanderern soll eine passende Lösung gefunden werden. „Als Sportreferent ist es mir natürlich ein großes Anliegen, eine offizielle Strecke für Mountainbiker zu schaffen. Ich bin daher bereits seit einiger Zeit in Verhandlungen mit den Besitzern von in Frage kommenden Grundstücken“, erklärt Vizebürgermeister Jürgen Pfeiler.

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