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LH Peter Kaiser, Dir. Gerfried Pirker und Bgm. Günther Albel mit Schülerinnen der KTS.
LH Peter Kaiser, Dir. Gerfried Pirker und Bgm. Günther Albel mit Schülerinnen der KTS. © LPD Kärnten/Höher

3,82 Millionen Euro investiert:

Tourismus­schulen-Internat in Villach feierlich eröffnet

Villach – Nach dem Bettwanzenbefall vor zwei Jahren wurde das Internat der Kärntner Tourismusschule in Villach um 3,8 Mio. Euro völlig generalsaniert. Gestern konnte die Eröffnung des Wohnbereiches im Beisein von Landeshauptmann und Bildungsreferenten Peter Kaiser stattfinden.

 4 Minuten Lesezeit (572 Wörter) | Änderung am 17.10.2020 - 10.08 Uhr

„Die Geschichte der KTS ist Teil einer Bildungsgeschichte, die eine der wichtigsten Stärken des Landes, den Tourismus, in den Mittelpunkt stellt. Wir brauchen Menschen, die diesen Beruf lieben. Um etwas lieben zu können braucht man aber viel an Erfahrung und Wissen, das man sich erarbeiten kann. Was mich an dieser Schule besonders fasziniert, ist die natürliche Intelligenz die hier, alle Sinne umfassend, gestärkt wird“, so der Bildungsreferent bei der Eröffnung im coronabedingten kleinen Rahmen. Er bedankte sich in diesem Zusammenhang auch bei den Erzieherinnen und Erziehern, die gerade in Zeiten der Coronapandemie vor nie dagewesenen Herausforderungen stehen.

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Am Bild: LH Peter Kaiser, Dir. Gerfried Pirker und Bgm. Günther Albel.

Am Bild: LH Peter Kaiser, Dir. Gerfried Pirker und Bgm. Günther Albel. - © LPD Kärnten/Höher

Ausbildung im Tourismus wichtig für Kärnten

Der Gesamtsanierungsplan für die KTS wurde von Seiten der Landesregierung auf 16,2 Millionen Euro bis zum Jahr 2038 ausgelegt. „Die Coronakrise hat einmal mehr verdeutlicht, welch wesentliche Rolle der Tourismus in und für Kärnten spielt. Umso wichtiger ist eine hochwertige Ausbildung für alle im Tourismus Beschäftigten, denn sie drücken der Visitenkarten Kärntens den Stempel auf. Zudem sichern wir mit den Investitionen von Seiten der öffentlichen Hand Beschäftigung und Einkommen“, so Kaiser.

3,82 Millionen Euro in Internat investiert

Im Internatsbereich wurden alle 80 Zimmer entkernt und neu ausgestattet, wodurch nun eine moderne, angenehme Wohn- und Lernsituation für 150 Schülerinnen und Schüler, die im Internat wohnen, entstanden ist. Zwei der Internatszimmer wurden in barrierefreie Wohneinheiten umgebaut, ebenso wurden die allgemeinen Sanitäranlagen barrierefrei adaptiert. Insgesamt wurde für die Sanierung des Internats rund 3,82 Millionen Euro investiert, die veranschlagte Investitionssumme von 4,12 Millionen Euro wurde somit deutlich unterschritten. „Die neurenovierten Zimmer sind einladend und freundlich und schaffen eine gute Atmosphäre um die Jugendlichen beim Lernen zu unterstützen“, zeigte sich Kaiser nach einem Rundgang begeistert.

Die Koordination und Projektsteuerung der Sanierung des Internatsbereiches lag in den Händen der Unterabteilung Landesimmobilienmanagement des Amtes der Kärntner Landesregierung in Zusammenarbeit mit der Abteilung 6, Bildung und Sport. Mit der Planung der Sanierung war Architekt DI Wolfgang Gärtner beauftragt worden. Die Umsetzung wurde von den der KTS, sowie der örtlichen Bauaufsicht, der Katzianka Architektur ZT GmbH, begleitet. An den Umbaumaßnahmen haben insgesamt 20 ausführende Firmen und 8 Planungsbüros mitgewirkt.

Aufwertung für gesamten Standort

Der Direktor und Internatsleiter der KTS, HR Mag. Dr. Gerfried Pirker, freut sich, dass alle Arbeiten termingerecht vor dem Schulstart abgeschlossen worden sind. „Als Hausherr bin ich sehr stolz, dass der gesamte Standort aufgewertet wird, ganz der Leitvision entsprechend Die KTS – die Tourismusausbildung mit Mehrwert im Alpe-Adria-Raum und Lebensschule für eine internationale Karriere.“

Nächste Sanierungsschritte werden vorgezogen

Aktuell wird die Sanierung der Blechdächer sowie der thermischen Verbesserungen vorangetrieben. Ursprünglich war die Erneuerung der Dächer in den Jahren 2027-2032 geplant. „Das Vorziehen der nächsten Sanierungsschritte ist ein wichtiger Impuls für die regionale Wirtschaft. Wir werden überall dort, wo es möglich ist, langfristig geplante Investitionen in Infrastruktur jetzt vorziehen, um den Kärntner Arbeitsmarkt und Wirtschaftsstandort anzukurbeln. Gerade die Gebäudesanierung ist ein äußerst arbeitsplatzintensives Segment. Mit der Erneuerung von Schulstandorten investieren wir nachhaltig für kommende Generationen“, betont Kaiser.

Die weiteren Bauphasen umfassen die Sanierung und den Umbau der Küchen, der Servierräume, die Adaptierung der Unterrichtsräume an die neuen Ausbildungsanforderungen, Sonnenschutzmaßnahmen, die Erneuerung der Innentüren und abgehängter Decken sowie die Glasfassaden.

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