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Aktuell - Klagenfurt
Hans Gradischnig, der Anwalt des Verdächtigen, möchte seinen Mandanten mit Hilfe der Nachrichten entlasten, die die junge Frau angeblich an den mutmaßlichen Vergewaltiger gesendet hat.
Hans Gradischnig, der Anwalt des Verdächtigen, möchte seinen Mandanten mit Hilfe der Nachrichten entlasten, die die junge Frau angeblich an den mutmaßlichen Vergewaltiger gesendet hat. © Gailtal Journal

Sex auf der Toilette

Verge­waltigung an 16-Jähriger: Ent­lasten 530 SMS den Ange­klagten?

Klagenfurt – Spannung verspricht morgen, Montag, ein Prozess im Landesgericht Klagenfurt in dem es um die (angebliche) Vergewaltigung eines 16-jährigen Mädchens während eines Polterabends in Oberkärnten geht. Ausgerechnet der Bräutigam, er ist auch bei der Feuerwehr, soll einer 16-jährigen Kameradin gegen 1 Uhr früh auf die Toilette nachgeschlichen sein und sie dort vergewaltigt haben.

 1 Minuten Lesezeit (188 Wörter) | Änderung am 18.10.2020 - 15.01 Uhr

Von Manfred Wrussnig. Das Opfer selbst zeigte den Vorfall aber erst einige Stunden später an. Zwei Tage später heiratete der Mann dann, gestand aber gleichzeitig seiner Angetrauten den „Ausrutscher“ wie er es salopp bezeichnete. „Sie verzieh ihm das, ließ sich aber nach fast einem Ehejahr, nachdem sie sich von ihm die polizeilichen Einvernahmen vorlegen hat lassen, wieder scheiden“, so der Hans Gradischnig, Anwalt des Verdächtigen, für den die Unschuldsvermutung gilt. „Und wie für ihn die Unschuldsvermutung gilt. Ich werde auf Freispruch plädieren“, kündigte er in einem Gespräch mit 5 Minuten an. Die Gründe: „Das Mädchen hat in den letzten sechs Monaten mit meinem Mandanten nicht weniger als 530 (!) SMS ausgetauscht, die ich dem Gericht vorlegen werde. Der Geschlechtsverkehr auf der Toilette war einvernehmlich, ringsum im Haus waren zig Gäste, wenn sie auch nur einen Hilfeschrei losgelassen hätte, wäre alles sofort aufgeflogen. Auch tausche ich doch mit einem Vergewaltiger nicht Hunderte SMS aus, aus deren Inhalt man einiges herauslesen kann, das meinen Mandanten entlastet.“ Ob wirklich eine Vergewaltigung stattgefunden hat, wird morgen das Gericht zu klären haben.

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