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Weil sie ihren Uganda-Aufenthalt verschwiegen hatte, musste sich heute eine Blutspenderin wegen fahrlässiger Tötung verantworten.
Weil sie ihren Uganda-Aufenthalt verschwiegen hatte, musste sich heute eine Blutspenderin wegen fahrlässiger Tötung verantworten. © fotolia.com | Gina Sanders

Nach Malaria-Todesfall:

Blut­konserven-Prozess: Spenderin verurteilt

Spittal an der Drau – Nachdem eine 86-jährige Völkermarkterin im Vorjahr an einer mit Malaria verseuchten Blutspende starb, musste sich heute die Blutspenderin vor dem Bezirksgericht Spittal an der Drau verantworten. Ihr wurde fahrlässige Tötung vorgeworfen. Sie bekannte sich schuldig.

 1 Minuten Lesezeit (192 Wörter) | Änderung am 19.10.2020 - 11.51 Uhr

Im vergangenen Jahr starb eine 86-jährige Frau an Malaria, weil ihr nach einer Routine-Operation im Krankenhaus verunreinigtes Blut verabreicht wurde. Wie später bekannt wurde, hielt sich die Blutspenderin kurz vor der Blutabnahme in Uganda auf. Die Blutspenderin war zuvor selbst an Malaria erkrankt, wurde aber relativ schnell wieder gesund. Ihr wurde vorgeworfen, den Fragebogen bei der Blutspende nicht richtig ausgefüllt zu haben.

Für schuldig bekannt

Wie mehrere Medien berichten, bekannte sich die Angeklagte beim heutigen Prozessbeginn schuldig. Ihr sei nicht bewusst gewesen, dass sie ihren Uganda-Aufenthalt angeben hätte müssen und sie habe den Fragebogen sehr schnell ausgefüllt. Um einen langwierigen Prozess zu verhindern verlautbarte die Verteidigerin der Angeklagten: „Sie wird also das tun, was das Rote Kreuz nicht tut, sie wird sich schuldig bekennen und sich verurteilen lassen, obwohl Chancen für einen Freispruch gegeben wären.” Laut der Verteidigerin habe die 59-Jährige nämlich nach ihrer Erkrankung einem Rot-Kreuz-Mitarbeiter gemeldet, dass sie Blut gespendet hatte. Trotzdem sei die Blutkonserve nicht aus dem Verkehr gezogen worden.

Die 59-Jährige wurde beim heutigen Prozess wegen fahrlässiger Tötung zu einer von Geldstrafe 1.680 Euro verurteilt.

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