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Wirtschaft - Klagenfurt
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"Es soll leistbar werden"

So soll das neue Hallenbad aussehen

Klagenfurt – Bei der heutigen Pressekonferenz rund um das Hallenbad wurde bekannt gemacht, wie das neue Schwimmparadies von Klagenfurt aussehen soll. Mit dabei sind Bürgermeisterin Maria‐Luise Mathiaschitz, Vizebürgermeister Jürgen Pfeiler, Stadtrat Markus Geiger, Stadtrat Frank Frey und Stadtrat Franz Petritz.

 4 Minuten Lesezeit (505 Wörter) | Änderung am 20.10.2020 - 12.16 Uhr

Bereits gestern haben wir darüber berichtet, dass der Partner der Stadt Klagenfurt für den Bau des neuen Hallenbads der Bauriese Porr sein. Der Baukonzern soll mit einem Angebot von kolportierten 42 Millionen Euro Bestbieter für das heftig umstrittene Projekt gewesen sein. Das neue Hallenbad soll bis 2024 auf den sogenannten Rohrergründen beim Minimundus entstehen.

Diese Bereiche wird es geben

Neben einem 50 Meter Becken, soll es einen Saunabereich und einen Familienbereich geben. Auch einen Gastronomiebereich wird es geben. „Es soll ein leistbaren Schwimmen in der Anlage möglich sein“, so die Bürgermeisterin. Auch Stadtrat Geiger betont: „Wir haben mit dem Hallenbad ein neues Konzept ausgearbeitet, wo auch ein kleines und feines Sporthotel entstehen wird. Die Themen Familie und Sport stehen hier im Vordergrund“.

Phasen des Baus wurden von Mathiaschitz erklärt

  • Phase 1: Ab dem Gemeinderatsbeschluss wird mit sechs bis neun Monaten für die Entwicklung des Masterplans gerechnet
  • Phase 2: Entscheidung was wirklich umgesetzt wird
  • Phase 3: Umsetzungsphase. Dafür sind 29 Monate vorgesehen.
  • Phase 4: Die Inbetriebnahme

42 Millionen Euro wurden garantiert

Erwin Smole von den Stadtwerken war für die Expertenkommission mit dabei und erklärt: „Wir haben eine Gesamtkostenbetrachtung bei diesem Projekt. Es kam zu einer eindeutigen Entscheidung für die porr-Gesellschaft“. Rund um das Hallenbad sollen sogenannte „add ons“ baulich entstehen. Mathiaschitz dazu: „Wir schließen aus, dass wir als Stadt in ein Hotel oder dergleichen investieren werden.“ Die „add ons“ liegen daher beim Entwicklungspartner porr.

Smole fügt außerdem hinzu: „Wir wollen mit dem neuen Bad eine Steigerung der Besucher erreichen. 230.000 bis 250.000 Kunden sind jährlich geplant. Der aktuelle Abgang für das Hallenbad liegt bei 1.4 Millionen Euro. Durch die Verbesserung und das neue Bad wollen wir dies auf 600.000 reduzieren. Eine Million soll durch die „add ons“ kommen.“

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Am Bild: Vorstand der Stadtwerke Erwin Smole

Am Bild: Vorstand der Stadtwerke Erwin Smole - © 5min.at

Stadtwerke werden die Betreiber

Über den zukünftigen Betreiber meint Frey: „Das Bad wird jemand betreiben, der kein Geschäft macht. Mit den ‚add ons‘ wird das Geschäft gemacht. Zum Beispiel über das Hotel. Ein Teil dieses Gewinnes soll dann den jährlichen Abgang des Bades finanzieren.“ Laut Stadtrat Geiger kann man aber davon ausgehen, dass das Bad von den Stadtwerken betrieben wird.

Mehrere Projekte geplant

Das Hallenbad ist aber nur ein Teil, eines großen Investitionsschubes für die Stadt Klagenfurt. In Summe wird es 11 Projekte geben. In den nächsten Jahren sollen bei zusätzlichen Projekten Millionen investiert werden. Hier geht es der Stadt vor allem um Fördergelder des Bundes, die man abholen möchte. „42 Millionen Euro an Kosten für das Hallenbad wurden garantiert für das Nukliusprojekt,“ meint Stadtrat Geiger und Stadtrat Frey fügt hinzu: „Ziel der Innovationspartnerschaft mit der porr soll eine schwarze null sein.“

Erste Kritik von Vizebürgermeister

Kaum ist die Pressekonferenz vorbei, gibt es auch schon Kritik vonseiten der FPÖ. „Weder dem Gemeinderat noch dem Bürger gegenüber herrscht die notwendige Transparenz. Das ist keine ehrliche Politik“, so Vizebürgermeister Wolfgang Germ. Mehr dazu hier. 

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