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© Stadt Villach

Gesundheitsreferent im Gespräch

Ärger über Grippeimpfungen beim Magistrat Villach

Villach – Die Umstände rund um die heurige Grippe-Impfung in Villach sorgen bei einigen Lesern für Unmut. Wir haben mit Gesundheitsreferent Christian Pober über die Sachlage gesprochen.

 3 Minuten Lesezeit (460 Wörter)

Letzte Woche begannen in Villach die Grippeimpfungen. Am ersten Tag war so viel los, dass gleich mal die Hotline überlastet war. Knapp die Hälfte der 1500 verfügbaren Impfdosen waren gleich am ersten Tag aufgebraucht. An Tag zwei wurde dann die andere Hälfte vergeben. Nach zwei Tagen wurde die Terminvergabe also wieder gestoppt. Bei vielen Bürgern stößt sie Sachlage auf Unverständnis.

„Stadtrat Pober, was ist hier los?“

Ein Villacher Bürger zeigt sich entrüstet: „Ich habe bereits am 15. Oktober um 9.10 Uhr per Mail eine Grippeschutzimpfung bestellt, da man ja bei der Hotline niemanden erreichen konnte“, so der Leser. Bis heute habe er keine Antwort erhalten. „Was ist nun mit meinem Termin?“, fragt er. „Arbeiten die Mitarbeiter vom Gesundheitsamt so langsam, oder bekommt man hier überhaupt keine Antwort?“, ärgert er sich weiter, während er sich fragt, wo die vielen Impfstoffe sind, die die Regierung verspricht. „Stadtrat Pober, was ist hier los?“.

Beantwortung der E-Mails wird noch dauern

Diese Fragen haben wir umgehend an Gesundheitsreferent und Stadtrat Christian Pober (ÖVP) weitergeleitet und um eine Erklärung gebeten. „Die E-Mails sind in Bearbeitung. Es wird aber noch etwas dauern, bis alle beantwortet sind“, so Pober. Das Problem hierbei sei, dass manche Bürger nicht nur eine, sondern gleich fünf oder sechs Impfungen, für Familienmitglieder etc., anfordern. „Das müssen wir erst koordinieren“. Auch neue Grippeschutzimpfungen wurden bereits bestellt. „Wann sie eintreffen ist uns noch nicht bekannt“, so der Gesundheitsreferent der verspricht, dass die Stadt sich laufend bemüht.

„Bin ich ein Bürger zweiter Klasse?“

Ein anderer Leser meldete sich mit folgendem Problem bei uns: „Ich habe mich am 14. Oktober per E-Mail zur Impfung angemeldet und einen Termin bekommen“, erzählt der Leser, der darauf hin den Impfstoff, den er bei einer anderen Stelle geordert hatte, wieder abbestellt hat. „Im Magistrat hieß es ja, soll man nicht den eigenen mitbringen. Da ich ja einen Termin hatte, hab ich meinen eigenen Impfstoff dann storniert“.

Heute dann der Schock: „Ich bekam einen Anruf, in dem mir gesagt wurde, dass mein Termin nicht stattfinden wird, da ich aus der Gemeinde Treffen bin und jetzt erst einmal alle Villacher geimpft werden“, so der Leser. „Ich bin anscheinend ein Bürger zweiter Klasse“.

Villacher werden bevorzugt

Der Stadtrat antwortet auf diese Anschuldigungen wie folgt: „Meiner Auffassung nach liegt die Aufgabe beim Bund, uns mit ausreichend Impfstoff zu versorgen. Das ist leider überall in Kärnten ein Problem“. Der Stadtrat betont außerdem noch einmal, dass es sich hierbei um eine freiwillige Leistung der Stadt handelt und das deshalb Villacher aus dem Stadtgebiet Vorrang haben. „Irgendwo müssen wir eine Grenze ziehen. Wir bekommen sogar Anfragen aus Oberösterreich, aber der Service soll den Villachern vorbehalten sein“, so Pober abschließend.

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