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Leute - Klagenfurt
Christian Klemen und seine Mutter Gertrude helfen regelmäßig denjenigen, die es nötig haben.
Christian Klemen und seine Mutter Gertrude helfen regelmäßig denjenigen, die es nötig haben. © Klemen

Helden aus Klagenfurt:

Unternehmer kocht in seiner Freizeit für Obdachlose

Klagenfurt/Poggersdorf – Der selbstständige Unternehmer und Koch Christian Klemen (37) aus Poggersdorf denkt seit über einem Jahr auch an die Menschen, denen es nicht so gut geht und kocht ehrenamtlich für die Klienten des Eggerheims in Klagenfurt.

 3 Minuten Lesezeit (381 Wörter) | Änderung am 23.10.2020 - 11.44 Uhr

Von Katharina Wabin. Christian Klemen ist mit seinem mobilen Mittagstisch und Partyservice selbständig, jedoch verwöhnt er nicht nur seine Kunden mit den kulinarischen Schmankerln, sondern er hat sich auch zu Herzen genommen, einmal pro Monat ehrenamtlich für die circa 40 Klientinnen und Klienten der Tagesstätte Eggerheim in Klagenfurt zu kochen. „Ich möchte kein Geld ins Ungewisse Spenden, sondern etwas tun und so kam ich voriges Jahr auf die Idee, ehrenamtlich für das Eggerheim zu kochen“, so Klemen. Seine Idee und die Speisen kommen bei den Klienten und auch bei den Mitarbeitern sehr gut an. „Es schmeckt den Menschen und das bereitet mir Freude, wenn ich von den Klienten höre, dass sie ein paar Tage nichts gegessen haben und dann sehe, was sie für eine Freude haben, geht mir das Herz auf“, so der Familienvater.

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Der Koch Christian Klemen wollte helfen und kocht daher einmal pro Monat ehrenamtlich im Eggerheim in Klagenfurt.

Der Koch Christian Klemen wollte helfen und kocht daher einmal pro Monat ehrenamtlich im Eggerheim in Klagenfurt. - © Klemen

Trotz der Krise nicht auf andere vergessen!

„Es ist schön zu sehen, dass man den Menschen die Hilfe brauchen mit einer warmen Mahlzeit ein Lächeln ins Gesicht zaubern kann“, so Klemen. Der Covid-19 bedingte Lockdown im Frühjahr hat auch den selbständigen Koch schwer zu schaffen gemacht, denn bis auf ein paar wenige Mittagessen blieben alle Aufträge aus. Dennoch möchte er nicht auf diejenigen vergessen, denen das Glück nicht immer zur Seite stand. „Während des Lockdowns war es nicht möglich, vor Ort Essen auszugeben, daher haben wir Lunchpakete gemacht und geliefert“, erklärt Klemen. Seit Beginn des Projekts unterstützt ihn auch seine Mutter, Gertrude Klemen, nicht nur bei der Ausgabe der Speisen, sondern sie bereitet auch die Nachspeisen zu.

Immer mehr möchten helfen

Durch die Veröffentlichung seines Ehrenamtes auf Facebook bekommt Klemen viele Anfragen von Kunden, Freunden und Bekannten, die auch mithelfen wollen. Sei es durch Sachspenden oder auch Essensspenden, was ihn sehr freut. „Ich kann noch so viel Arbeit haben, einmal im Monat nehme ich mir die Zeit dafür, denn mittlerweile kenne ich ein paar der Klienten besser und wenn man die Schicksale der Menschen erfährt, weiß ich, warum ich das gerne mache“, so der engagierte Koch.

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