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Bis 2025 soll es dauern

30-Minuten-Takt und mehr Busse: Villach startet mit Öffi-Offensive

Villach – Mit der erstmaligen Einführung eines Taktverkehrs für Busse setzt die Stadt Villach ab November den nächsten wichtigen Punkt ihres Mobilitätskonzepts um. Um über den Auftakt der Öffi-Offensive zu informieren, sprechen Villachs Bürgermeister Günther Albel, Landesrätin Sara Schaar und Stadtrat Harald Soben in einer heutigen Pressekonferenz über das Thema. 

 5 Minuten Lesezeit (653 Wörter) | Änderung am 01.11.2020 - 08.24 Uhr

Villach setzt den nächsten wichtigen Punkt seines „Mobilitätskonzepts“ um: Mit 9. November bietet die Stadt erstmals einen getakteten Busverkehr an. Das neue Öffi-Konzept startet mit zwei »Super-Linien“. Sie sind so angelegt, dass sie rund 25.000 Villacherinnen und Villachern den Lebens- und Arbeitsalltag spürbar erleichtern werden.

Ganz Villach gut angebunden

Die neu geschaffenen Linien, sie tragen die Nummern 7 und 8, verbinden im 30-Minuten-Takt dichte Wohngebiete mit jenen Bereichen, in denen große Firmen und Konzerne ihre Standorte haben. Auch Fachhochschule und Lehrwerkstätte in St. Magdalen sind erfasst. So führt Linie 7 von der Neuen Heimat quer durch das Stadtgebiet bis zur Kärntner Tourismusschule, Linie 8 beginnt im Technologiepark, fährt durch die Innenstadt und vorbei am Westbahnhof nach Tschinowitsch.

Angebunden werden dann sein:

  • Das LKH
  • Das AMS
  • Die Polizeidirektion
  • Das Finanzamt
  • Große Schulen (Gymnasien, CHS, KTS)
  • und vieles mehr…

Gratis Kennenlern-Tage

Wichtiger Hinweis: Von 9. bis 11. November können die neuen Buslinien 7 und 8, als Kennenlern-Aktion, gratis benutzt werden.

„Massive Aufwertung unseres Busangebotes“

Die beiden Super-Linien sind erst der Anfang. Bis 2025 sollen alle Linien im 30-Minuten-Takt fahren. Danach sollen die am stärksten frequentierten Linien sogar auf einen 15-Minuten-Takt umgestellt werden. Außerdem sollen Busspuren entstehen, damit die Busse auch pünktlich vor Ort sind. ,,Die massive Aufwertung unseres Busangebotes durch die Einführung eines Taktes ist der nächste Schritt für unsere Stadt, in der Nachhaltigkeit und Umweltbewusstsein, aber auch soziales Verantwortungsbewusstsein zu den tragenden Säulen des politischen Handelns zählen“, sagt Bürgermeister Günther Albel.

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Bürgermeister Albel freut sich, dass Villach „grün“ lebt.

Bürgermeister Albel freut sich, dass Villach „grün“ lebt. - © 5mina.at

Neue Fahrzeuge, neue Haltestellen, neue Arbeitsplätze

Die Busunternehmen Dr. Richard und Kowatsch freuen sich, dass das Konzept bald umgesetzt wird. Es sollen fünf neue Fahrzeuge eingesetzt werden und auch fünf bis acht neue Mitarbeiter werden eingestellt, denn alleine auf den zwei neuen Linien sind 300.000 km zurückzulegen. Außerdem soll es rund 20 renovierte oder neue Haltestellen geben. Man sei gespannt auf die Fahrgastresonanz.

Land beteiligt sich an attraktiver Lösung

Verkehrslandesrat Sebastian Schuschnig, der sich heute entschuldigen lässt, zur Kostenbeteiligung des Landes Kärnten: „Insgesamt investieren wir 1,4 Millionen Euro in das Stadtpaket für einen attraktiven öffentlichen Verkehr in Villach. Neben den neuen Buslinien verpassen wir dem öffentlichen Verkehr ein echtes Update durch den Wegfall des Stadtzuschlages und durch die Installierung der neuen Schnellbusse zwischen Ferlach und Villach. Diese neuen S-Busse haben Mitte September Fahrt aufgenommen und sind speziell an die Bedürfnisse der Berufspendler angepasst“.

Gemeinsame finanzielle Anstrengung

Die Intensivierung des Busangebots in Villach schlägt sich nicht nur im deutlich verbesserten Angebot nieder, sondern auch in den Zahlen. Die jährlichen Kosten für den Takt-Verkehr steigen von derzeit knapp zwei Millionen Euro auf bis zu sieben Millionen im Jahr 2025. „Diese Summe kann die Stadt Villach nicht alleine aufbringen“, sagt Verkehrsreferent Harald Sobe. Umso wichtiger sei es, dass es mit dem Land Kärnten eine Finanzierungsvereinbarung gibt, die vorerst bis zum Jahr 2023 reicht. Auch für die Zeit danach gibt es bereits Gespräche.“

Konsequent umgesetztes „Mobilitätskonzept“

Mit dem Bus-Takt setzt die Stadt Villach den nächsten wichtigen Punkt ihres „Mobilitätskonzepts“ um. Dieses Expertenpapier sieht für Villach die Umkehr der Prioritäten im Verkehr vor. Alternativen zum motorisierten Individualverkehr sollten dafür forciert werden. Als Beispiele werden Radverkehr, Zugverkehr und Busverkehr sowie Sharing-Modelle empfohlen.

  • Villach hat seither die Ausgaben für die Fahrradinfrakstruktur verdoppelt und die gesamte Innenstadt für das Radfahren geöffnet.
  • Mit den ÖBB wurde um rund eine Million Euro eine Stadtbahnstation für die Bewohnerinnen und Bewohner des Stadtteils Landskron errichtet.
  • Zudem gibt es erstmals einen elektrisch betriebenen Citybus
  • Zwei Car-Sharing-Angebote (ÖBB, Mayerhofer) runden das Angebot ab. „In die Verkehrsfrage ist in den vergangenen drei, vier Jahren mehr Bewegung gekommen denn je. Wir sind auf einem guten und nachhaltigen Weg“, sagt Bürgermeister Günther Albel.
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