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Politik - Kärnten
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Fahrplan für die kommenden Wochen

Fachärzte betonen: „Re­duktion der sozialen Kontakte ist not­wendig“

Kärnten & Österreich – Am Montag, dem 2. November 2020, um 9.30 Uhr, informierten Gesundheitsminister Rudolf Anschober, Herwig Kollaritsch, Herwig Ostermann, Klaus Markstaller und Monika Redlberger-Fritz über die aktuellen Fallzahlen sowie den Fahrplan für die kommenden Wochen.

 3 Minuten Lesezeit (372 Wörter) | Änderung am 02.11.2020 - 10.24 Uhr

Im Rahmen einer Pressekonferenz präsentierten Gesundheitsminister Rudolf Anschober, Herwig Kollaritsch, Herwig Ostermann, Klaus Markstaller und Monika Redlberger-Fritz die aktuellen Fallzahlen sowie den Fahrplan für die kommenden Wochen. „Die Daten sind nicht erfreulich“, betont Anschober gleich zu Anfang. In den letzten 24 Stunden wurden 4135 Neuinfektionen in Österreich gemeldet. Der Gesundheitsminister warnt: „Das ist keine Entspannung. Hier schlägt sich der Sonntagseffekt nieder.“

Überbelastung der Intensivmedizin verhindern

Von Sonntag auf Montag gab es ein Plus von 45 Intensivbetten. In einer Woche gab es ein Plus von 78 Prozent bei den Intensivbetten und 62 Prozent bei den Hospitalisierungen. Klaus Markstaller, Leiter der Klinik für Anästhesie und Allgemeine Intensivmedizin im Wiener AKH weist darauf hin: „Von 100 Covid-Infizierten braucht eine Person eine Intensivmedizinische Versorgung.“ Anschober weiß: „Wenn die Infektionszahlen weiter auf diesem hohen Niveau bleiben, kann es auf den Intensivstationen eng werden.“ Daher wurde die Notbremse gezogen, um eine Überbelastung der intensivmedizinischen Abteilungen zu verhindern. Das Maßnahmenpaket gilt ab 3. November. „Wir müssen alles tun, um eine Trendwende zu erreichen.“ Er appelliert an die Bevölkerung mitzumachen. „Wir können das gemeinsam schaffen.“

Kollaritsch: „Reduktion der sozialen Kontakte notwendig“

Der Gesundheitsminister geht davon aus, dass die Zahlen in den nächsten Tagen noch steigen werden. Die Maßnahmen beginnen erst zu wirken. Prof. Kollaritsch betont: „Die Reproduktionszahl liegt bei 3,5 in einem ungeschützten Feld. Mit den neuen Maßnahmen wird sich die Reproduktionszahl drastisch reduzieren. Dafür ist jedoch eine Reduktion der sozialen Kontakte notwendig.“ Ostermann, Chef der Gesundheit Österreich GmbH erläutert: „Die Maßnahmen dienen dazu, dass Infektionsgeschehen wieder unter Kontrolle zu bringen. Ohne die Maßnahmen würde unser Gesundheitssystem an seine Grenzen stoßen.“ Markstaller ergänzt: „Das Leben dieser Maßnahmen wird uns allen helfen, unser Gesundheitssystem zu schützen. Damit jeder bestmögliche medizinische Versorgung erhält.“ Virologin Redlberger-Fritz erklärt: „Die einfachste und wirksamste Maßnahme ist Abstand halten. Je mehr Leute sich daran halten, umso kürzer werden die neuen Maßnahmen andauern.“

Weiters weist Kollaritsch darauf hin, dass der Virus nicht mit einer Impfung verschwinden werde. „Aber sie wird uns viel Last von den Schultern nehmen.“ Kollaritsch betont auch, dass die Maßnahmen noch eine Zeit lang – trotz eines Impfstoffes – weitergeführt werden müssten.

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