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Aktuell - Klagenfurt
Die Stimmung in Klagenfurt ist wie immer. Noch wird die
Gelegenheit für einen Kaffee im Gastgarten genutzt.
Die Stimmung in Klagenfurt ist wie immer. Noch wird die Gelegenheit für einen Kaffee im Gastgarten genutzt. © Jeremais

Ab morgen

Lockdown reloaded: So bereitet sich Klagenfurt vor

Klagenfurt – Ab morgen, 3. November, ist es so weit: Der zweite Lockdown bringt zahlreiche Auflagen mit sich. Einige Bereiche sind davon besonders betroffen. Wir haben uns umgehört, wie sich Klagenfurter Betriebe darauf vorbereiten.

 5 Minuten Lesezeit (638 Wörter)

Von Christine Jeremais. Auch wenn die Maßnahmen diesmal nicht so umfassend sind, trifft es etwa die Gastronomie wieder besonders hart, die nur durch den Abholservice einen Teil des normalen Umsatzes erzielen kann. Darauf hofft man beispielsweise auch im „Katzencafè – Cat´n´Coffee“.

Coffee to go und einsame Katzen

Hier gibt es ja eigentlich Grund zum Feiern: Heute vor 5 Jahren konnte man zum ersten Mal seinen
Kaffee in schnurrender Gesellschaft genießen. Nun ist die Geburtstagsparty zugleich ein Abschiedsfest vor der Zwangspause. Betreiberin Verena Kulterer bleibt dennoch: „Während des ersten Lockdowns wurden wir großartig durch unsere Kundinnen und Kunden unterstützt. Dank Gutscheinkäufen, Spenden, Patenschaften für die Katzen und dem Abholservice konnte ich über die Runden kommen, auch wenn ich alle Angestellten entlassen musste.“

Diesmal sieht die Situation etwas positiver aus als im März, auch wenn die Angestellten in Kurzarbeit gehen müssen. Neben dem Take-Away-Service der Verkauf von Gesichtsmasken Geld in Kasse bringen. „Was wir aber auch mit viel Kreativität nicht ersetzen können, ist die Gesellschaft für die Katzen. Ich bin zwar täglich hier, doch unsere zehn Stubentiger sind es einfach gewöhnt, viele Menschen um sich zu haben“, erzählt Kulterer. Wenn alles gut geht, sollten aber ab Dezember wieder genügend streichelnde Hände vorbeikommen dürfen.

Zwangspause im Nimmerland

Das „Nimmerland Eltern-Kind-Cafè“, das wegen des großen Indoorspielbereichs bei Familien sehr
beliebt ist, sperrt im November ganz zu. „Uns trifft der Lockdown sehr hart, wir müssen sämtliche
Geburtstagsfeiern absagen bzw. verschieben, ein Take-Away hat wenig Sinn für uns. Unsere Kunden
sind sehr traurig, da den Kindern jetzt wieder die Möglichkeit genommen wird, sich zu treffen und zu spielen. Kinder werden schon seit Monaten distanziert und ignoriert. Wirtschaftlich ist es für uns sehr schwierig, die Förderungen reichen nicht aus, um davon zu leben. Wir müssen privat auf vieles
verzichten, aber wir bleiben optimistisch und wollen auf jeden Fall weitermachen und eine
Anlaufstelle für Eltern und Kinder bleiben“, erzählen Natascha Pössenbacher und Martina
Kohlberger.

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Natascha Pössenbacher und Martina Kohlberger
sperren im November ganz zu - © Nimmerland Eltern-Kind-Cafè:

Kein Kinderlachen im Eltern-Kind-Zentrum

Dass besonders Familien unter dem Lockdown leiden, weiß auch Andrea Cechak-Pötscher, Obfrau des Vereins „Eltern-Kind-Zentrum“. „Mich haben in den letzten Tagen sehr viele Anfragen erreicht, ob nicht doch kleinere Veranstaltungen oder Treffen möglich sind. Leider muss ich alle enttäuschen: Wir müssen ganz zusperren. Natürlich versuchen wir, ein Online-Angebot zu erstellen, doch den echten Kontakt kann das nicht ersetzen. Gerade, wenn man noch in Karenz ist, kann einem zu Hause schon einmal die Decke auf den Kopf fallen. Der Austausch mit anderen Familien ist da unglaublich hilfreich“, sieht Cechak-Pötscher vor allem negative Auswirkungen auf das Sozialleben. Dennoch bleibt die dreifache Mama positiv: „Unsere Mitglieder haben uns schon im Frühjahr ganz toll unterstützt und wir hoffen sehr, dass wir im Dezember wieder aufsperren dürfen.“

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Obfrau Andrea Cechak-Pötscher vermisst schon jetzt das<br data-lazy-src=

Online-Pilates im Aktivraum

Auf ein Ende der Einschränkungen hofft man auch im Sportbereich, wo ab morgen ebenfalls
Stillstand herrscht. Mit den Erfahrungen aus dem ersten Lockdown ist es für Gabi Eizenberger vom
„Aktivraum“ diesmal einfacher mit den strikten Maßnahmen umzugehen. „Der erste Lockdown hat
mich völlig unvorbereitet und hart getroffen und ich musste mich erst mit der Situation arrangieren.
Jetzt weiß ich aber, dass meine Sportkurse auch online funktionieren und Spaß machen. Außerdem habe ich ganz tolle Kundinnen, die mir viele aufmunternde Worte zukommen lassen und mir das Gefühl vermitteln, dass wir es gemeinsam schaffen“, ist Eizenberger positiv eingestellt.

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Gabi Eizenberger vom Aktivraum setzt auf Online-Kurse

Gabi Eizenberger vom Aktivraum setzt auf Online-Kurse - © Aktivraum

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