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Wirtschaft - Kärnten
Von der Wirtschaftskammer Kärnten kommt Kritik, dass bei den Lockdown-Schließungen Sport- und Freizeitbetriebe erneut schließen müssen.
Von der Wirtschaftskammer Kärnten kommt Kritik, dass bei den Lockdown-Schließungen Sport- und Freizeitbetriebe erneut schließen müssen. © pixabay.com

Große Verunsicherung bei Betrieben:

WK appelliert: „Nicht auf Freizeit- und Sport­betriebe vergessen!“

Kärnten – Rasche Unterstützung für alle Tourismusbetriebe fordern Kärntens Freizeit- und Sportbetriebe. Nach dem Lockdown werde es außerdem mehr Unterstützung der Behörden beim Thema Präventionskonzepte geben müssen.

 4 Minuten Lesezeit (526 Wörter)

Im März zählten sie zu den Ersten, die zusperren mussten – und zu den Letzten, die wieder aufsperren durften. Und nun ist es wieder passiert: Tanzschulen, Kinos, Schausteller, Campingplätze, Solarien, Fitnessstudios oder die vielen andere Freizeit- und Sportbetriebe müssen ab heute schließen. Kein Verständnis dafür hat Astrid Legner, WK-Vizepräsidentin und Obfrau der Fachgruppe Freizeit- und Sportbetriebe: „Unsere Betriebe haben vorbildlich gearbeitet, Präventionskonzepte vorgelegt und ihren Kunden ein sicheres Umfeld für ihre Aktivitäten geboten. Es ist mir unerklärlich, warum man hier nicht differenzierter vorgeht.“

Große Verunsicherung

Die Verunsicherung in der Branche sei groß. „Wir wissen nicht, wann und wie es weitergehen wird. Nicht arbeiten zu dürfen und nicht mittelfristig planen zu können  ist das Schlimmste für Unternehmerinnen und Unternehmer“, so Legner. Es müsse nun zumindest gewährleistet werden, dass alle Tourismusbetriebe – also auch die Freizeit- und Sportbetriebe – die angekündigten Unterstützungsleistungen erhalten.

Gefordert: Bürokratie-Stopp bei Präventionskonzepten

Für die Zeit nach dem Lockdown erwartet sich Astrid Legner außerdem mehr Unterstützung bei der Erarbeitung von Covid-Präventionskonzepten durch die Behörden. „Uns fehlen derzeit klare, verbindliche Richtlinien. In der Praxis ist es in den vergangenen Monaten meist so abgelaufen: Die eine Behörde segnet ein Präventionskonzept ab, die andere lehnt dasselbe Konzept ab. Das ist reine Bürokratie, die niemandem etwas bringt“, zeigt sich die WK-Vizepräsidentin und Fachgruppenobfrau verwundert. Sinnvoller wäre es, den Unternehmen ein Musterkonzept in die Hand zu geben, das auf die individuellen betrieblichen Anfordernisse adaptiert werden kann. „Es muss zumindest möglich sein, uns eine Vorlage bereitzustellen. Alles andere ist sinnlose Vergeudung von Zeit und Energie“, bringt es Legner auf den Punkt.

Rund 1.000 Kärntner Unternehmen betroffen

Insgesamt zählen rund 1.000 Kärntner Unternehmen zu den Freizeit- und Sportbetrieben. Jedes von ihnen hat sich auf ein anderes Gebiet spezialisiert. Die Bandbreite reicht von Wedding Plannern über Fremdenführer bis hin zu Tanzschulen. Gemeinsam haben sie eines: Sie haben sich auf professionelle Unterhaltung spezialisiert – sowohl für Gäste als auch für Einheimische. Damit tragen die Freizeit- und Sportbetriebe einen wichtigen Teil zur Wertschöpfung des Kärntner Tourismus bei. Ihre Obfrau Astrid Legner will in der aktuell herausfordernden Situation vor allem an die Zukunft denken: „So schwierig es auch ist, wir müssen das Beste daraus machen und alles dafür tun, um sowohl die Betriebe als auch die Arbeitsplätze in unseren Betrieben zu erhalten. Das kann nur funktionieren, wenn tatsächlich allen betroffenen Tourismusbetrieben unbürokratisch und rasch geholfen wird. Ohne schnellen Zahlungen stehen viele Freizeit- und Sportbetriebe vor dem Aus.“

Unterstützung für ihre Forderung erhält sie von Josef Petritsch, Obmann der WK-Sparte Tourismus und Freizeitwirtschaft: „Kärnten braucht die Freizeit- und Sportbetriebe, sie sorgen für Abwechslung und Schwung. Um nach dem Lockdown als Tourismusdestination wieder erfolgreich durchstarten zu können, müssen alle Beteiligten gut durch diese schwierige Zeit kommen und die angekündigten Unterstützungsleistungen erhalten.“

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Für WK-Vizepräsidentin Astrid Legner ist es unerklärlich, warum bei den Lockdown-Schließungen nicht differenzierter vorgegangen wird. - © WKK/Helge Bauer

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