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Leute - Klagenfurt
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Familienvater und vorbildlicher Bürger

Freunde des Mordopfers: „Er war einer von den Guten“

Klagenfurt/ Salzburg – Nach den schrecklichen Szenen, die sich am Freitag im Klagenfurter Stadtteil Fischl zugetragen haben, ranken sich nun zahlreiche Gerüchte um Täter, Opfer und Tathergang. Mehrere Freunde es Opfers haben sich nun bei 5 Minuten gemeldet: "Er war nicht kriminell. Er war ein feiner Kerl, der so etwas nicht verdient hat", stellen sie ihre Sicht der Dinge klar. 

 3 Minuten Lesezeit (402 Wörter) | Änderung am 21.11.2020 - 07.57 Uhr

Während in den Medien über illegalen Waffen- und Drogenhandel spekuliert wurde, zeichnen die Freunde des Mordopfers ein ganz anderes Bild der Situation. „Wir kennen ihn seit zehn Jahren, manche von uns noch länger. Er war ein Familienvater und in keinster Weise kriminell. Er hatte keine Vorstrafen. Er wollte dort nichts anderes tun, als legal seine Waffe zu verkaufen“, schildern sie immer wieder. „Es ist uns wichtig, dass die Leute erfahren, wie es wirklich war“.

Opfer wollte seine eigene Waffe legal verkaufen

Aber von Anfang an. Der 39-jährige Salzburger, das spätere Mordopfer, war Vater von zwei Kindern und hatte eine Lebensgefährtin. Außerdem war er Jäger und legaler Waffenbesitzer. Vor kurzem bot er eine seine Waffe auf einer legalen Internetseite zum Verkauf an. Kurz darauf, meldete sich ein Kärntner, der Interesse zeigte. „Der Übergabeort war ursprünglich woanders geplant. Irgendwie hat es der Täter aber geschafft, ihn in seine Wohnung in Fischl zu locken“, schildern die Freunde des Opfers.

„Er war gutmütig und bodenständig“

Der Kärntner, der die Waffe erwerben wollte, hatte laut Medienberichten keinen Waffenschein. „Chris war ein sehr gutmütiger und bodenständiger Kerl“, erinnert sich einer seiner langjährigen Freunde. „Er war auch immer sehr vorsichtig. Er hätte nie jemanden eine Waffe verkauft, die er nicht besitzen darf. Damit hätte Chris sich ja selber strafbar gemacht. Ich denke, deshalb kam es auch zum Streit zwischen ihm und dem Käufer“.

Schmerz und Unverständnis bei den Hinterbliebenen

Was außer dem Schmerz bleibt, ist das Unverständnis. „Der mutmaßliche Täter hat sich nach der Tat in das Auto von Chris gesetzt und ist einfach eine Runde spazieren gefahren“, erzählt ein anderer Freund fassungslos. Diese Information hat er laut eigenen Angaben aus Polizeikreisen. „Wieso gibt jemand vor eine Waffe kaufen zu wollen und erschießt dann den Verkäufer in der eigenen Wohnung? Ich verstehe es einfach nicht“.

„Wir hoffen der Täter bekommt, was er verdient“

Der 37-jährige mutmaßliche Täter aus Kärnten, der selbst aus dem Drogenmilieu stammen soll, wurde inzwischen verhaftet. „Wir alle hoffen, dass der Täter seine verdiente Strafe bekommt“, sind sich die Freunde des Opfers einig. „Chris hinterlässt bei allen Hinterbliebenen eine schmerzhafte Lücke. Wir vermissen ihn und können unsere Trauer kaum in Worte fassen“, meinen sie abschließend im Interview mit 5 Minuten.

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