fbpx

Zum Thema:

03.12.2020 - 19:50Bei Kreuzung: PKW-Kollision forderte zwei Verletzte03.12.2020 - 17:44Nach Rechnungs­hof-Urteil: Auch seitens der Politik hagelt es Kritik03.12.2020 - 17:22Bei Überhol­manöver: Klein-LKW kollidierte mit PKW03.12.2020 - 13:40Neuerliche Ver­handlung: Frei­spruch für Gail­taler Polizei­oberst
Leute - Klagenfurt
Karstens Freundin ist nach dem Unfall immer noch an seiner Seite und unterstützt ihn, wo sie nur kann.
Karstens Freundin ist nach dem Unfall immer noch an seiner Seite und unterstützt ihn, wo sie nur kann. © KK

Schicksalsschlag eines jungen Kärntners

„25 Meter und plötzlich ist alles anders“

Klagenfurt – 25 Meter Wasserfall. Drei Tage Koma. Ein Rollstuhl. Keine Unfallversicherung. Der 22-jährige Karsten spricht mit uns über seinen Schicksalsschlag im Mai 2020. Zu der Lebensumstellung und der psychischen Belastung kommen nun auch noch finanzielle Sorgen auf den jungen Kärntner zu. 

 4 Minuten Lesezeit (481 Wörter) | Änderung am 08.11.2020 - 19.34 Uhr

Am 30. Mai 2020 änderte sich das Leben des Kärntners Karsten K schlagartig. Er wanderte mit seiner Freundin den Liebenfelser Wasserwanderweg entlang, als er plötzlich auf einem nassen Stein ausrutschte. Ein reisender Fluss trieb ihn auf einen 25 Meter hohen Wasserfall zu. „Ich habe die Kante auf mich zukommen sehen und ab dem Zeitpunkt weiß ich nichts mehr“, schildert er diese schrecklichen Sekunden seines Lebens.

Ein Wunder, das Karsten überlebt hat

Da es in dem Becken, in das der Wasserfall mündet, fast nur Gesteinsbrocken sind, grenzt es an ein Wunder, dass Karsten überlegt habt. Seine Freundin musste den Unfall mitansehen. Sie war es auch, die ihn gemeinsam mit zwei anderen Wanderern aus dem Wasser zog. „Ab da gab es dann das volle Programm: Flugrettung, Bergrettung, Rettung und Feuerwehr waren vor Ort“, weiß der gebürtige Gurktaler aus Erzählungen. „Ich selber wurde nach dem Unfall für drei Tage ins künstliche Koma versetzt“.

„Der Rollstuhl wird mein Begleiter sein“

Nach dem Aufwachen der Schock: Karsten ist ab dem Brustwirbel TH 12 gelähmt. Die Diagnose der Ärzte: Er wird nie wieder laufen können. „Da wusste ich, der Rollstuhl wird ab nun mein Begleiter sein“, erinnert sich der Kärntner. Seit Anfang Juli befindet sich Karsten nun in einer Kärntner Reha-Klinik. Wann er zu seinem Wahl-Wohnort Klagenfurt zurück darf, steht noch in den Sternen. „Es ist wie es ist. Man kann da jetzt nichts mehr dran ändern“, so sein Urteil über den Schicksalsschlag. Besonders dankbar ist Karsten seiner Freundin Catalina: „Ich weiß nicht, was ich ohne sie tun würde. Sie unterstützt mich und gibt mir unendlich viel Kraft“.

Hohe Kosten belasten ihn seit dem Unfall

Was dem 22-Jährigen derzeit aber Sorgen bereitet sind die finanziellen Ausgaben, die auf ihn zukommen. „Ich muss ehrlich sagen, dass ich nie daran gedacht hatte eine Unfallversicherung abzuschließen. Man denkt sich: Ich bin jung, wozu also? Im Nachhinein ist man immer schlauer“, gesteht er. Knapp 10.000 Euro kosten ihn Flugrettung, Bergrettung und Reha zusammengerechnet. „Außerdem brauche ich leider eine neue Wohnung, die Rollstuhlgerecht ist und ein Auto, dass man mit der Hand schalten kann“, erklärt Karsten.

Spendenaufruf

Mit einer kleinen Spende auf das Konto AT85 4213 0901 8006 7150 kannst du Karsten unterstützen seine hohen Kosten abzubezahlen und eine sorgenfreie Zukunft zu starten. „Ich möchte mich jetzt schon bei allen bedanken, die mir helfen möchten“ meint der junge Kärntner bescheiden.

„Ich möchte Kindern zeigen, dass man auch so gut leben kann“

Seinem Beruf als Schlosser kann er nicht mehr nachgehen. „Ich möchte auf jeden Fall eine Umschulung machen“, meint er fest entschlossen. Der junge Mann hat sogar schon konkrete Pläne: „Ich möchte im sozialen Bereich arbeiten. Ich möchte Kindern zeigen, dass man auch mit Rollstuhl einiges erleben kann“, erzählt er. Er möchte mit positivem Blick in die Zukunft schauen.

ANZEIGE