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Neurodermitis kann schnell zu einer Belastung für die ganze Familie werden.
Neurodermitis kann schnell zu einer Belastung für die ganze Familie werden. © Adobe Stock
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Hautärztin Dr. Groff:

Neuro­dermitis: Was tun, wenn die Haut ständig juckt?

Villach – Die Neurodermitis oder auch atopische Dermatitis ist eine chronische, entzündliche Hauterkrankung mit einem schubhaften Verlauf. Häufig betrifft diese Erkrankung Kinder (bis zu 20 %), seltener Erwachsene (bis zu 5 %) – und ist eine herausfordernde Situation für die ganze Familie. Hautärztin Dr. Birgit Groff erklärt uns diese Krankheit genauer und gibt Tipps, was gegen den ständigen Juckreiz getan werden kann.

 5 Minuten Lesezeit (621 Wörter)

Die Krankheit Neurodermitis ist charakterisiert durch trockene Haut, Rötungen, Ekzeme und begleitenden, oft quälenden Juckreiz. Säuglinge sind häufig im Gesicht und am Kopf, an den Streckseiten der Extremitäten betroffen, Kleinkinder häufiger an den Ellenbeugen und Kniekehlen. Juckreiz-Attacken sind besonders unangenehm und schränken sowohl die Lebensqualität als auch die Leistungsfähigkeit (in der Schule oder später auch im Beruf) ein. Man kann der Versuchung nicht widerstehen zu kratzen. „Leider wird aber das Problem dadurch nicht besser, sondern löst nicht selten erst recht eine Verschlechterung der Situation mit wieder vermehrtem Juckreiz hervor“, erklärt Hautärztin Dr. Birgit Groff. Triggerfaktoren können dabei raue, irritierende Kleidung z.B. aus Wolle, Feuchtigkeit, Kälte, überheizte Räume, Pflegeprodukte/Seifen, Schweiß/Schwitzen, Stress und Infekte sein.

Erblich veranlagt

Die Neurodermitis ist zum Großteil erbliche Veranlagung. Das Risiko eines Kindes, daran zu erkranken, beträgt 50%, wenn ein Elternteil auch an atopischem Ekzem, Heuschnupfen oder Asthma leidet, 75%, wenn beide Eltern betroffen sind. „Zusätzliche Faktoren sind das Immunsystem und eine gestörte Hautbarriere – wichtige Abwehrstoffe werden dadurch nicht oder nicht ausreichend gebildet, daher besteht ein erhöhtes Infektionsrisiko gegenüber Viren, Bakterien und Pilzen“, so Dr. Groff.

Richtige Therapie ist wichtig

Die richtige Therapie reduziert auch das Risiko, dass Kinder mit Neurodermitis schwere Allergien entwickeln. Denn durch die gestörte Hautbarriere können Allergene leichter in den Körper gelangen und zur Sensibilisierung führen (Kontaktallergien auf Nickel, pflanzliche Extrakte wie z.B. Ringelblume/Johanniskraut). „Durch verschiedene Umwelteinflüsse kann es zu einer überschießenden Reaktion des Immunsystems kommen, so dass Atopiker häufig zu Heuschnupfen, allergischem Asthma oder einer Nahrungsmittelallergie neigen“, erklärt die Hautärztin.

Hautärztin Dr. Birgit Groff kann durch geeignete Therapien Linderung verschaffen.

Hautärztin Dr. Birgit Groff kann durch geeignete Therapien Linderung verschaffen. - © Ordination Dr. Groff

Pflege der Haut

Wesentlich für den Therapieerfolg ist eine konsequente Basispflege mit rückfettenden Substanzen. „Mit der richtigen Auswahl und Anwendung von rückfettenden Salben und Waschlotionen kann man die gestörte Barrierefunktion der Haut wenigstens teilweise kompensieren“, ist Dr. Groff zuversichtlich. Hier unterstützt auch die Krankenkasse die Patient/innen, da einige Pflegeprodukte auch auf Rezept erhältlich sind. Unterstützend gibt es auch Neurodermitisschulungen für Betroffene und Eltern über die AGNES (Arbeitsgemeinschaft Neurodermitisschulung).

In besonders schweren Fällen

Bei schwerer Ausprägung helfen Lokaltherapeutika mit entzündungshemmenden (Cortisonsalben) und immunmodulierenden Substanzen (Calcineurininhibitoren = lokal antientzündlich/cortisonfrei ) bzw. gegebenenfalls Medikamente zum Einnehmen z.B. um den Juckreiz zu lindern (Antihistaminika) oder Entzündungsprozesse zu hemmen (Cortisontabletten, Antibiotika, Virostatika). In schweren Fällen helfen Substanzen, die das Immunsystem unterdrücken bzw. als neue Therapiemöglichkeit Biologika, also Antikörper Therapien in Spritzenform (Interleukin-4-Antikörper) – mit entzündungshemmenden und selektiv immunsupprimierenden Eigenschaften. „Sie greifen direkt in das Immunsystem ein und Entzündungsprozesse werden deutlich reduziert“, erläutert die Hautärztin. Diese „lokale“ Regulation von speziellen Entzündungszellen/Botenstoffen ist daher deutlich spezifischer und effizienter und von weniger Nebenwirkungen begleitet.

Komplexe Hauterkrankung

Zusammenfassend ist die Neurodermitis eine sehr komplexe, multifaktorielle Hauterkrankung, die regelmäßige enge Zusammenarbeit von Patienten/Eltern und Arzt erfordert. „Wesentlich ist die ausführliche Beratung über das Krankheitsbild, die notwendige Basispflege, die Vermeidung von auslösenden Ursachen und in enger Abstimmung mit der Lebenssituation des Patienten die Erstellung eines Therapieplans“, so Dr. Groff abschließend.

Jetzt Termin vereinbaren!

Dr. Birgit Groff ist Hautärztin aus Leidenschaft und nimmt sich gerne Zeit für deine Hautprobleme. Am besten du vereinbarst sofort einen Termin unter Tel. 04242/26735 oder via Online-Terminvereinbarung. „Ich berate Sie gerne!“, freut sich Dr. Groff auf ein Kennenlernen.

Ordinationsöffnungszeiten

Montag und Donnerstag von 8 bis 14 Uhr

Dienstag von 12 bis 18 Uhr

Termine nach Vereinbarung

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Ordination Dr. Birgit Groff

Moritschstraße 3/3. Stock
9500 Villach
Tel.: 04242/26735
[email protected]
www.haut-groff.at