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Politik - Kärnten
Landeshauptmann Peter Kaiser informierte heute die Landtagsklubs persönlich über die aktuelle Corona-Lage in Kärnten.
Landeshauptmann Peter Kaiser informierte heute die Landtagsklubs persönlich über die aktuelle Corona-Lage in Kärnten. © LPD Kärnten/Just

Zwei neue Cluster in Kärnten:

Kärnten bereitet sich auf weitere Corona-Maßnahmen vor

Kärnten – Das Koordinationsgremium des Landes Kärnten behandelt mögliche nächste Schritte in Anbetracht der aktuellen Coronaentwicklung. Der Vorschlag Kaisers an den Bund: Contact Tracing soll nach Prioritätenliste stattfinden und Betten in Reha- und Kuranstalten sollen für Covid-Patienten freigehalten werden.

 4 Minuten Lesezeit (496 Wörter)

Landeshauptmann Peter Kaiser informierte am heutigen Montag, dem 9. November, die Landtagsklubs persönlich über die aktuelle Lage in Bezug auf die Coronaentwicklung sowie weitere mögliche Maßnahmen.

Zwei weitere Corona-Cluster in Kärnten

Zu den bisherigen Clustern haben sich in Kärnten zwei weitere ergeben, berichtet der Landeshauptmann, so sei seit dem Wochenende ein Cluster beim Bundesheer aufgetreten und ein weiterer in einem Bundesasylheim. „Wir beobachten die Lage hier und insgesamt mit besonderem Augenmerk, bei den neuen Clustern wird in zehn Tagen nachgetestet“, so Kaiser.

Antigentests kommen zur Anwendung

Kaiser konnte weiters vermelden, dass ein großer Teil der 100.000 angeschafften Antigentests mittlerweile ausgeliefert wurde und nun in Pflegeheimen in erster Linie beim Personal zur Anwendung kommen. In weiterer Folge werden diese Tests von der AGES durchgeführt, wie in den anderen Bundesländern.

Kärnten bei Contact Tracing „an seinen Grenzen“

In der Koordinationssitzung sei heute das Contact Tracing besprochen worden. „Kärnten ist nun an seine Grenzen gestoßen. Je höher die Zahl der Infektionen, desto mehr Druck auf den Gesundheitsbehörden, desto weniger ist es möglich, die Nachverfolgung zur Feststellung von Erkrankungen zu 100 % zu erfüllen. Wir müssen künftig nach einer Prioritätenliste vorgehen, wir können nicht mehr alles nachverfolgen“, betonte Kaiser. Ein Vorschlag von Kärnten sei diesbezüglich an die Bundesregierung gegangen, auch wie künftig mit Personen, die zwar coronapositiv sind, aber kaum Symptome zeigen, umgegangen werden könne. Kaiser kann sich eine 10-tägige Quarantäne für sie ohne weitere Tests vorstellen, um die Ressourcen personell wie infrastrukturell zu schonen.

Reha- und Kuranstalten sollen Betten freihalten

Ebenso behandelt wurde im Koordinationsgremium die Situation in Kärntens Spitälern, weitere Maßnahmen zum Schutz von Personal und Patienten werden überlegt. Die Bettenkapazitäten für Covid-Patienten in Krankenhäusern werden in drei Stufen festgelegt. In den Krankenhäusern wird vorsorglich Stufe 3 organisiert, das bedeutet, dass das nicht akute und planbare Programm im stationären Bereich verschoben wird. Die Akutversorgung ist selbstverständlich gewährleistet, Patienten mit akuten Beschwerden sollen sich nicht scheuen, das Krankenhaus aufzusuchen. „Alle Krankenhäuser des Landes, Landesspitäler und Private, stehen in einem täglichen Austausch, um Ressourcen zu schaffen, um beispielsweise Patienten zu verlegen“, weist Kaiser hin. Es sei von Nöten, dass in Kuranstalten und Rehakliniken, wie schon im Frühjahr, wieder Bettenkontingente für Coronapatienten freigehalten werden. Auch das sollte vom Bund österreichweit geregelt werden.

„Auslandsreisen auf ein Minimum reduzieren!“

Weiters besprochen wurde die Situation über Kärntens Grenzen hinaus und man kam im Koordinationsgremium des Landes laut Kaiser überein: „Auslandsreisen sollten auf ein Minimum reduziert werden, es besteht die Gefahr der Infektionseinschleppung, auch unsere Nachbarländer haben dramatische Coronaentwicklungen zu verzeichnen. Bundesweit werden wir das weitere Grenzmanagement besprechen!“

Die aktuelle Corona-Situation in Kärnten

Kärnten zählt heute Montag, 2.340 aktuell Infizierte, 163 Neuinfektionen, 165 Menschen sind hospitalisiert (151 stationär/14 intensiv), 5.095 bestätigte Fälle gibt es seit Ausbruch der Pandemie, 2.713 Genesene (+211), insgesamt 42 Verstorbene und 117.805 Proben (+845) wurden gezogen.

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