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Politik - Kärnten
In allen Bundesländern ist man sich einig, dass Schulen, solange es vertretbar ist, offenbleiben müssen.
SYMBOLFOTO In allen Bundesländern ist man sich einig, dass Schulen, solange es vertretbar ist, offenbleiben müssen. © Montage: ÖRK/Helmut Klein & Fotolia.com

"Solange es geht":

Bundesländer sind sich einig: Schulen müssen offenbleiben

Kärnten – Bei einer Videokonferenz der Bildungsreferenten gab es Einigkeit aller Bundesländer darüber, dass Schulen weiterhin offenbleiben müssen. Auch aus Kärnten heißt es, eine Schließung von Bildungseinrichtungen hätte keine positiven epidemologischen Auswirkungen.

 2 Minuten Lesezeit (339 Wörter) | Änderung am 09.11.2020 - 17.59 Uhr

Aufgrund des sich hartnäckig haltenden Gerüchts, dass im Zuge der steigenden Coronazahlen auch die Schulen wieder geschlossen werden, fand heute mit Landeshauptmann und Bildungsreferent Peter Kaiser eine Videokonferenz aller Bundesländer mit Bildungsminister Heinz Faßmann statt. „Die Position aller Bundesländer ist klar: Die Schulen sind die letzten, die im Zuge weiterer Maßnahmen geschlossen werden dürfen. Man muss Nutzen und Schaden gegenüberstellen und die Schließung von Schulen hat epidemologisch keine Auswirkung. Im Gegenteil, während der Herbstferien, als die Kinder frei hatten, stiegen die Infektionszahlen“, gab Kaiser in der Videokonferenz zu bedenken.

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LH Peter Kaiser und Bildungsdirektor Robert Klinglmair in der heutigen Videokonferenz mit den anderen Bundesländern und BM Heinz Faßmann.

LH Peter Kaiser und Bildungsdirektor Robert Klinglmair in der heutigen Videokonferenz mit den anderen Bundesländern und BM Heinz Faßmann. - © LPD/Peter Just

„Schließen wir Schulen, bringen wir Eltern in Bedrängnis“

Die Schulen haben, laut Kaiser, nicht nur eine bildungspolitische Relevanz, sondern eine ganz große gesellschaftspolitische Bedeutung. „Schließen wir Schulen, erschüttern wir beispielsweise Pflege-, Gesundheits- und Sicherheitsbereich durch die Betreuungspflicht und bringen Eltern in eine enorme Bedrängnis. Das hat das Frühjahr gezeigt. Die Mehrfachbelastung hat die Eltern extrem unter Stress gestellt, hat Kindern Probleme beim Erfassen des Lehrstoffes zu Hause gebracht, hat finanzielle Sorgen nach sich gezogen. Daher: Die Schulen müssen offenbleiben – solange es nur geht und es gesundheitspolitisch für die gesamte Bevölkerung vertretbar ist“, stellt Kaiser klar.

Kaiser: „Alles ist besser als schließen“

Im Laufe der Woche seien die Coronaneuinfektionen zu beobachten, am Ende der Woche sollten sich die Bildungsreferenten der Länder auf Anregung Kaisers erneut kurzschließen. „Auch, wenn es zum Schlimmsten kommt, muss es etwas anderes geben als Schulschließungen. Zum Beispiel mehr Schutzmaßnahmen in den Schulen, wenn wir das auch nicht gerne tun, aber alles ist besser als schließen“, so Kaiser. Darin herrschte in der Videokonferenz Einigkeit unter allen Bundesländern und dem Bildungsminister. Das Tragen von Mund-Nasenschutz könnte ausgeweitet werden, der Unterricht entzerrt werden, die Distanzen in den Schulen, wenn möglich noch ausgeweitet werden.

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