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Schimmel vermeiden

Wie du deine Wäsche in der Wohnung am besten trocknest

Österreich – Viele tun es, obwohl man es eigentlich vermeiden sollte: Wäsche auf dem Wäscheständer in der Wohnung trocknen. Dies nimmt nicht nur viel Platz weg, sondern kann im schlimmsten Fall sogar für die eigene Gesundheit gefährlich werden. Die Luftfeuchtigkeit kann zur Schimmelbildung führen, was insbesondere für Mieter zu einem echten Problem werden kann.

 6 Minuten Lesezeit (746 Wörter)

Eine professionelle Schimmelbeseitigung kann schnell 1.000 Euro oder mehr kosten. Auf der anderen Seite gibt es aber in vielen Wohnungen kaum eine andere Möglichkeit, die Wäsche zu trocknen, wenn kein Balkon, Garten, Kellerraum oder Dachboden zur Verfügung steht und die Waschmaschine bereits so viel Platz wegnimmt; oder doch? Im Folgenden erklären wir dir, wie du deine Wäsche auch ohne Trockner in der Wohnung trocknen kannst und geben dir zudem eine interessante Alternative mit auf den Weg.

Alternativen zum Trocknen auf dem Wäscheständer

Wann immer es geht, solltest du die Wäsche natürlich im Freien trocknen. Eine Wäscheleine auf dem Balkon oder im Garten ist ideal. Geht dies nicht, ist ein Wäschetrockner die Alternative der Wahl, denn hier hast du die Möglichkeit, Wäsche zu trocknen, ohne die Luftfeuchtigkeit wesentlich zu erhöhen.

Doch was, wenn du für einen Wäschetrockner keinen Platz mehr hast, weil die Waschmaschine den Stellplatz bereits belegt? Für diese Fälle gibt es eine gute Alternative: Waschtrockner. Hierbei handelt es sich um Kombigeräte aus Waschmaschine und Trockner. Sie vereinen also zwei Geräte in einem und nehmen entsprechend deutlich weniger Platz weg, ohne dabei zwangsläufig deutlich teurer zu sein. Es gibt sie in der klassischen Bauweise sowie als Toplader mit Trockner. Letztere Variante ist nochmals platzsparender, da sie nach oben geöffnet werden.

Zwar ist der Stromverbrauch im Vergleich zu Einzelgeräten etwas höher, wenn bisher aber nur eine Waschmaschine nutzen, kann sich die Anschaffung eines Kombigeräts auf Dauer sogar finanziell lohnen, denn du beugst Schimmelschäden vor und ersparst dir zudem eine Menge Arbeit. Wenn du dennoch die Wäsche auf dem Wäscheständer trocknen möchtest, verraten wir dir im folgenden Abschnitt, was du dabei beachten solltest.

Wäsche in der Wohnung richtig trocknen – so geht’s

Wenn du diese Tipps zum Wäschetrocknen in der Wohnung beachtest, kann nicht viel schief gehen und du kannst Schimmelbildung effektiv vorbeugen. Die wichtigsten Kniffe haben wir hier für dich zusammengefasst:

  • Lüften: Wenn sich die Luftfeuchtigkeit durch das Trocknen an der Luft kontinuierlich erhöht, ist gutes und ausgiebiges Lüften das A und O. So kann die Feuchtigkeit nach draußen gelangen. Im Sommer solltest du die Fenster während des Trocknens permanent offen halten. Im Winter empfehlen wir, regelmäßig stoßzulüften. Auch permanenter Durchzug kann beim Trocknen und Verteilen der Feuchtigkeit helfen. Halte daher möglichst Türen zu Nachbarräumen geöffnet.
  • Planung: Idealerweise könnest du zum Wäschetrocknen einen ungenutzten Raum verwenden, so dass die Wäsche nicht zu sehr stört. Wenn das nicht geht, solltest du das Trocknen deiner Wäsche mit dem Vermieter – sofern vorhanden – besprechen, eventuell hat er Erfahrungswerte und Tipps für dich. Statt die Wäsche einfach aufzuhängen, macht es Sinn, sich zu überlegen, wo du sie am besten aufhängen könnest, ohne dass es stört.
  • Luftfeuchtigkeit kennen: Du solltest dir vor dem ersten Trocknen anschauen, wie feucht die Luft in deiner Wohnung ist. Mit einem Hygrometer ist das schnell ermittelt. Solche Geräte kosten unter 15 Euro. So kannst du besser abschätzen, wann es Zeit ist zu lüften oder die Wäsche an einem anderen Ort zu trocknen.
  • Schleudergang nutzen: Du solltest die maximale Schleudergeschwindigkeit deiner Waschmaschine wenn möglich ausnutzen. Je schneller die Wäsche geschleudert wird, desto weniger musst du sie später trocknen, da mehr Feuchtigkeit aus der Wäsche herausgeschleudert wurde.
  • Raumauswahl: Wie zuvor bereits erwähnt, spielt die Auswahl des Raumes eine große Rolle. Ideal sind Feuchträume wie das Badezimmer. Alternativ ist auch ein Raum mit mehreren Fenstern ideal. Hier kann die Luft zirkulieren und das Durchlüften ist einfacher. Im Schlafzimmer sind die Temperaturen in der Regel zu niedrig, was nicht ideal ist. Auch der Wohnbereich ist nicht immer ideal, da die Wäsche hier schnell stört.
  • Luftzirkulation zwischen der Kleidung: Versuche, die Kleidung mit etwas Abstand auf der Leine oder der Wäschespinne aufzuhängen. Dadurch kann die Luft besser zirkulieren, was den Trocknungsvorgang beschleunigt.

Im Extremfall: Luftentfeuchter verwenden

Wenn du trotz der Tipps Probleme mit hoher Luftfeuchtigkeit hast und keinen Waschtrockner nutzen kannst, empfiehlt es sich, einen Luftentfeuchter zu kaufen. Er kann dabei helfen, die Luftfeuchtigkeit zu reduzieren und Schimmelbildung effektiv vorzubeugen. Die einfachste Variante ist ein Granulat, das die Feuchtigkeit bindet. Solche einfachen Luftentfeuchter sind für ein paar Euro in Drogerien zu bekommen.

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