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Politik - Klagenfurt
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Kritik für Umgang mir der Natur

Schlägerungen: „Laufend rufen wütende Bürger in meinem Büro an!“

Klagenfurt – „Laufend rufen wütende Bürger*innen in meinem Büro an“, teilt Stadtrat Frank Frey mit. „Der Grund warum die Naturschützer auf die Barrikaden steigen, sind die Schlägerungen an der Glan die zurzeit vom Land Kärnten durchgeführt werden. Als Feigenblatt dient das Argument ‚Hochwasser-Schutz‘.“

 2 Minuten Lesezeit (267 Wörter)

„Wir erleben es immer wieder, dass das Land Bäume an Stellen umschneidet, wo sie weder einem Bauvorhaben im Weg stehen, noch ein Sicherheitsrisiko darstellen“, führt der Grüne Stadtrat weiter aus. „So geschehen mit der Platane im Landhaushof, den alten Bäumen vor dem ehemaligen KTZ-Gebäude und am Südring bei der Kreuzung mit der Waidmannsdorferstraße, um nur die jüngsten Naturfrevel-Aktionen zu nennen.“

Brachialer Umgang mit der Natur

 „Es macht einen großen Unterschied, aus welchem Blickwinkel eine Sachlage betrachtet wird“, umreißt Frey die Problematik. „Für einen Vogel oder Affen ist ein Baum ein Heim, für den Tischler ein Rohstoff, für den Landmann ein Wirtschaftsfaktor und für uns Stadtmenschen eine Wohltat bei sengender Hitze. Wir in der Stadt haben einen gestalterischen Zugang. Bäume sind begleitendes Grün und klimarelevant dort wo Beton auf Asphalt trifft.“

Lösung ist die „Baumschutzverordnung“

„Wir Grünen fordern schon seit Jahren eine Baumschutzverordnung nach dem Muster von Wien oder Salzburg“, erinnert Frank Frey an die Bemühungen dem Land Regeln vorzugeben. „Nur wenn es eine landesweite Richtlinie für den Umgang mit ‚Bruder Baum‘ gibt, können wir auch die ‚Schreibtischtäter‘ im Zaum halten. Die eingangs angesprochenen Rodungen wie sie, nicht nur aktuell sondern laufend, in den Au- und Uferbereichen vorgenommen werden, könnten wir mit einer Baumschutzverordnung auf das notwendige Mindestmaß begrenzen.“ „Es geht ja schließlich um die Lebensbereiche, Nistplätze und Futterkammern vieler Tier- und Pflanzenarten und auch um die Erholungsqualität der Stadt für uns Menschen“, betont Stadtrat Frank Frey abschließend.

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