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Wirtschaft - Villach
Die GÖD-Gewerkschafter Hubert Supersberger (li.) und Ernst Homar bei der Hangböschung hinter der Hensel-Kaserne, in die sich die neue Kaserne architektonisch interessant integrieren soll.
Die GÖD-Gewerkschafter Hubert Supersberger (li.) und Ernst Homar bei der Hangböschung hinter der Hensel-Kaserne, in die sich die neue Kaserne architektonisch interessant integrieren soll. © Foto (GÖD-FCG):

"120-Millionen-Euro-Projekt"

Soldaten freuen sich auf die „modernste Kaserne Österreichs“

Villach – Tausche zwei Problemobjekte gegen ein Vorzeigequartier. Gewerkschafter/innen und Personalvertreter/innen erwarten sich viel vom zusammengelegten Kasernenstandort Villach.

 3 Minuten Lesezeit (409 Wörter)

Nach dem ersten Schritt im Juni dieses Jahres, als der Kasernenneubau in Villach verkündet wurde, folgt nun der zweite Schritt. „Jetzt geht es in die Detailplanungen des 120-Millionen-Euro-Projektes“, freut sich Personalvertreter und Fachausschussvorsitzender Hubert Supersberger, der sich für die Einbindung der ortsansässigen Dienststellenleiter stark macht. „Die Erwartungen der Bediensteten sind hoch und können nur erfüllt werden, wenn den Ankündigungen jetzt auch Taten folgen. Es wird sicher in einigen Bereichen zu Anpassungen kommen, doch am Ende des Tages muss für alle Bediensteten ein Mehrwehrt erkennbar sein“, fordert Supersberger.

15 Jahre Diskussion beendet

„In den vergangenen 15 Jahren, in denen über das Projekt diskutiert wurde, gab es sieben Verteidigungsminister, die zwar grundsätzlich einem Kasernenneubau positiv gegenüberstanden, den Schulterschluss zwischen Bund, Land und Stadt Villach, aber nicht schafften. Erst der jetzigen Verteidigungsministerin Klaudia Tanner ist das gelungen – ein großes Dankeschön dafür“, beschreibt Supersberger die Historie. Ausschlaggebend für das Projekt war schlussendlich auch, dass es ohne externe Grundstücksankäufe realisiert werden kann.

Ein Gewinn für alle

„Die neue Kaserne wird ein Gewinn für alle – für Stadt und Land, für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und vor allem für die Bevölkerung. Denn nur mit adäquaten Rahmenbedingungen ist die Aufrechterhaltung unserer Landesverteidigung langfristig gesichert“, hält der Kärntner Vorsitzende der GÖD-Bundesheergewerkschaft Ernst Homar fest. Der Landesvorsitzende der Christgewerkschafter/innen RegRat Michael Krall sieht im zusammengeführten Standort zahlreiche Synergien und einen wichtigen Impuls für Kärnten. „Die Investition in einen Neubau dieser Größenordnung ist in Krisenzeiten doppelt wertvoll. Damit werden wichtige Arbeitsplätze in Kärnten erhalten und die Arbeit im Öffentlichen Dienst erfährt eine enorme Aufwertung“, so Krall.

Top-Ausstattung

Zwei-Mann-Zimmer mit WLAN, Nasszellen direkt in den Zimmern, neue Garagen- und Lagerflächen – an all das konnten schon viele Bedienstete gar nicht mehr glauben. „Auf dem 26 Hektar großen Areal  wird umgesetzt, was in der Rohrkaserne (7,6 Ha) und in der Lutschounigkaserne (3,6 Ha) nicht mehr zu machen war“, so Homar, der in Richtung anfänglicher Kritiker meint: „Wer den Neubau jetzt noch schlechtreden möchte, der verpasst die Chance sich bei einem Jahrhundertprojekt aktiv für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter einzubringen. Ziehen wir an einem Strang und gestalten Österreichs modernste Kaserne selbst mit.“ Die erste Baustufe, die bis 2024 fertiggestellt werden soll, beinhaltet ein neues Heim für Villachs Pioniere. In der zweiten Stufe bis 2027 erfolgt der Neubau für das Führungsunterstützungsbataillon.

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