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Politik - Kärnten
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"Personalmangel und fehlende Infrastruktur"

Offene Schulen in Kärnten bald nicht mehr möglich?

Kärnten – Schulen und Kindergärten so lange wie möglich offen halten – so lautet die Devise von vielen und auch NEOS setzten sich samt Lösungsvorschlägen gegen Schulschließungen ein, die vor allem zu Lasten der Kinder gehen würden.

 3 Minuten Lesezeit (453 Wörter) | Änderung am 12.11.2020 - 07.47 Uhr

Doch immer wieder erreichen NEOS Kärnten Besorgnis erregende Meldungen von Eltern, Lehrern und Schulleitern, denn ein geregelter Schulbetrieb sei vielerorts bereits jetzt kaum noch möglich. „Statt Pläne für den Herbst und Winter zu erarbeiten und Vorbereitungen zu treffen, waren die Regierungsverantwortlichen scheinbar in der Sommerpause“, wundert sich Angelika Matitz, NEOS-Regionalkoordinatorin im Gailtal. „An unseren Schulen äußert sich dies nun durch einen akuten Personal und Ressourcenmangel!“, betont sie.

Zu wenig Lehrkräfte?

„Wenn Lehrer wegen eines Coronafalls in der Klasse in Quarantäne gesteckt werden und diese trotz negativem Testergebnis aussitzen müssen, werden bald keine Lehrer mehr in den Schulen überbleiben, die unseren Kindern etwas beibringen“, erklärt Matitz. In einer Lesachtaler Schule hatte man demnach bereits den Fall, dass nur noch drei Lehrer  für vier Klassen übrig waren. Und auch ein Schuldirektor im Gailtal zeigt sich besorgt über den Mangel an Personal. „Er will die Schule ja offenhalten, aber fürchtet, dass er einfach bald keine Lehrkräfte mehr hat, welche die Schüler beaufsichtigen und unterrichten können“, so Matitz, die nachvollziehen kann, unter welchem Druck Schulleiter derzeit stehen.

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Markus Unterdorfer-Morgenstern und Angelika Matitz.

Markus Unterdorfer-Morgenstern und Angelika Matitz. - © Neos Kärnten

Es wurde nach Matitz‘ Ansicht auf Bundesebene nicht rechtzeitig für einen „Notbetrieb“ vorgesorgt und Pläne dafür müssten nun auf regionaler Ebene auf den letzten Drücker erstellt werden. Besonders im ländlichen Bereich spüre man zudem den Mangel an digitaler Infrastruktur. „Man kann auch nicht davon ausgehen, dass jede Familie einen Drucker zu Hause hat und Arbeitsblätter für die Schüler im Homeschooling ausdrucken kann“, weiß Matitz.

Schulen & Kindergärten müssen offen bleiben

„Wir NEOS setzen uns ganz klar für eine Offenhaltung der Schulen und Kindergärten ein. Genau dafür haben wir auch eine Petition gestartet, mit der jede Österreicherin und jeder Österreicher diese Forderung unter www.offeneschulen.at unterstützen kann. Doch uns muss auch klar sein, dass es ohne die notwendigen Ressourcen, vor allem im Bereich des Personals, ein Ding der Unmöglichkeit sein wird.“, schließt sich NEOS-Landessprecher Markus Unterdorfer-Morgenstern den Bedenken von Angelika Matitz an.

Kindern Zugang zur Bildung geben

„Wir müssen – trotz Corona-Krise – alles tun, um unseren Kindern den Zugang zu Bildung zu geben. Wir rauben ihnen sonst ihre Zukunft! Außerdem muss alles unternommen werden, um Lehrerinnen und Lehrer, die täglich mit vielen – nicht selten über 100 – Kindern in Kontakt sind, vor einer Ansteckung zu schützen! Die Einsatzbereitschaft und Flexibilität der Pädagoginnen und Pädagogen darf nicht an fehlender Schutzausrüstung scheitern. Jede Investition in Bildung ist eine Investition in unsere Zukunft!“, ergänzt Janos Juvan, NEOS-Spitzenkandidat in Klagenfurt.

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