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© pixabay

Vorsicht vor importierter Ware

Tag des Apfels: Gute Ernte in Kärnten

Kärnten – Heute, am 13. November 2020, ist der Tag des Apfels. Äpfel sind gesund und schmecken nicht nur in ihrer ursprünglichen Form sehr gut. Als reines Naturprodukt hat auch Kärntner Apfelsaft immer Saison. Die LK appelliert an Konsumenten und Betriebe, auch hier auf die Herkunft zu achten. Importiertes Fruchtkonzentrat meist mehrfach bedenklich.

 2 Minuten Lesezeit (349 Wörter) | Änderung am 13.11.2020 - 21.17 Uhr

„An apple a day keeps the doctor away“ – dieses alte englische Sprichwort ist auch heute noch gültig. In der Tat enthalten Äpfel viele wertvolle Inhaltsstoffe wie Kalium, Kalzium, Magnesium, Vitamin B1, B2 und B6, Vitamin E sowie Folsäure. Äpfel sind außerdem ein wichtiger Vitamin-C-Lieferant.

Über 6.000 Tonnen Äpfel

Kärnten ist in der glücklichen Lage, dass dieses wertvolle Lebensmittel hierzulande in großer Menge wächst. „Unsere Apfelbauern können heuer – nach der im Vorjahr durch Fröste und Unwetter beeinträchtigten Ernte – wieder eine zufriedenstellende Apfelernte verzeichnen“, lautet das Resümee von Landwirtschaftskammerpräsident Johann Mößler. So liegt die heurige Ernte mit rund 6.600 Tonnen Äpfeln um rund ein Drittel über dem Ergebnis von 2019 und auch ca. 6% über dem von 2018.

Apfelsaft aus Kärnten – Naturprodukt mit Mehrwert

Dementsprechend herrschte in den heimischen Obstpressen in den letzten Wochen Hochbetrieb. „Der Apfelsaft der Ernte 2020 zeichnet sich durch ein intensives Aroma aus“, wirbt auch Siegfried Quendler vom Obst- und Weinbauzentrum der LK Kärnten für das „reine Naturprodukt“ Apfelsaft. Eine Besonderheit ist dabei laut Quendler, dass 90% der Ernte in Kärnten von rund 360.000 Streuobstbäumen stammen. Die meist alten Bäume sind dabei nicht nur charakteristisch für das Landschaftsbild, sondern neben ihrer wirtschaftlichen Bedeutung auch eine wichtige Nahrungsquelle für Bienen und ein Refugium für Insekten und Kleinsäugetiere und damit ein wichtiger Faktor für die Biodiversität im Land. „Pflanzenschutzmittel kommen praktisch überhaupt nicht zum Einsatz“, so Quendler.

Import-Apfelsaftkonzentrat: schlechte Ökobilanz

Im krassen Gegensatz dazu stehen 85.000 Tonnen importiertes Apfelsaftkonzentrat aus Ländern wie China, Ukraine, Iran, Chile und Brasilien, das seinen Weg zu heimischen Konsumenten findet. „Bedenklich dabei ist nicht nur der oft hohe Einsatz von Pflanzenschutzmitteln in der industriellen Apfelproduktion, sondern auch der schwere ökologische Rucksack, der nicht zuletzt auf die langen Transportwege zurückzuführen ist“, zeigt LK-Präsident Mößler auf. Vor diesem Hintergrund ruft er zum Konsum von Apfelsaft aus Kärnten auf, der direkt beim Obstbauern, bei Obstpressen oder auch im gut sortierten Lebensmittelhandel erworben werden kann. Kärntner Apfelsaftproduzenten finden sich u.a. unter www.genusslandkaernten.at .

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