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Wirtschaft - Klagenfurt
© Bettina Nikolic

Unter "mars-ähnlichen" Bedingungen getestet: 

Klagenfurter Algorithmus bei der NASA

Klagenfurt – Im Februar 2018 fand in einer Wüste im Oman die analoge Mission „AMADEE-18“ statt. Dabei wurde unter anderem ein Algorithmus getestet, der von einem Team der Klagenfurter Universität entwickelt wurde. Damit soll der kleine Helikopter zukünftig fremde Planeten erkunden können. Die Navigationstechnologie erlaubt es der Drohne, ihre genaue Position einzuschätzen, ohne dass Systeme wie GPS zur Verfügung stehen. 

 1 Minuten Lesezeit (212 Wörter) | Änderung am 18.11.2020 - 09.32 Uhr

Es sind besonders die Klippen, Krater und Flußbetten, die für die Weltraumforschung interessant sind. An diesen Stellen vermutet man auf fremden Planeten Hinweise auf die Existenz von Wasser zu früheren Zeiten. Gleichzeitig ist es aber für die bisher eingesetzten Fahrzeuge schwierig, dorthin zu gelangen. Der Einsatz von kleinen Helikoptern könnte neue Möglichkeiten eröffnen: Sie könnten unwegsames Gelände abfliegen und Bilder davon aufnehmen.

Algorithmus zur Drohnen-Navigation

Da auf fremden Planeten keine Ortungstechnologie wie GPS vorhanden ist, muss der Helikopter allerdings mit den eigenen, an Bord installierten Mitteln navigieren. Das Team um Stephan Weiss (Institut für Intelligente Systemtechnologien,  http://sst.aau.at/cns) hat hierfür einen Algorithmus entwickelt, der es den Drohnen ermöglicht, die eigene Position kamerabasiert einzuschätzen und entsprechende Pfade zu fliegen. Diese Technologie ist bei der derzeit laufenden Mars-Mission der NASA an Bord und wird voraussichtlich im Frühjahr 2021 zum Einsatz kommen.

Schon im Jahr 2018 nahm das Team, koordiniert von Eren Allak (Doktorand in Weiss‘ Gruppe), an der analogen Mars-Mission AMADEE-18 in der Wüste Omans teil. Dort konnte der Algorithmus unter mars-ähnlichen Bedingungen erprobt werden. Die Ergebnisse dieser Tests sind nun in einer Publikation von Eren Allak, Christian Brommer, Diego Dällenbach und Stephan Weiss veröffentlicht.

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