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Leserin entsetzt

Verwirrung um Coronatest: „Zuerst negativ, dann plötz­lich doch positiv“

Kärnten – Nachdem zwei ihrer Arbeitskolleginnen positiv auf Corona getestet wurden, lies auch eine junge 5 Minuten Leserin sich testen. Das Ergebnis: negativ. Ein paar Tage später kam dann ein Anruf der Gesundheitsbehörde: "Sie sind doch positiv". "Ich bin echt schockiert über diese Vorgehensweise", erzählt sie.

 3 Minuten Lesezeit (444 Wörter) | Änderung am 22.11.2020 - 11.16 Uhr

„Als mir die Dame mitgeteilt hat, dass ich doch positiv bin, wurde mir heiß und kalt. Mir schossen 100 Dinge durch den Kopf. Ich hätte so viele Menschen anstecken können!“, zeigt sich die Leserin entrüstet. Aber beginnen wir von vorne…

Zwei Kolleginnen positiv – was nun?

Eine Arbeitskollegin der jungen Kärntnerin wurde positiv auf das Coronavirus getestet. „Für mich war es schon suspekt, das ich ganz normal weiterarbeiten durfte, bis meine Kolleginnen das Testergebnis hatten. Als es dann hieß, sie sind positiv, habe ich die Hotline angerufen und musste in Quarantäne, aber vorerst keinen Test machen lassen“, schildert die Leserin den Ablauf. Sie arbeitet in einem systemrelevanten Job und hat daher jeden Tag Kontakt mit Menschen. „Als dann eine zweite Kollegin positiv getestet wurde, hieß es ich soll auch den Test machen und in Quarantäne bleiben. Gesagt, getan“, erzählt sie weiter.

Ein Tag lang in Quarantäne?

Am selben Abend stand dann ein Polizeibeamter mit einem Quarantänebescheid vor ihrer Haustür. „Auf dem Bescheid, den ich am Samstagabend erhielt, stand, dass ich bis Sonntag in Quarantäne müsste, also quasi einen Tag lang. Ich dachte, das ist ein Scherz“, erinnert sich die junge Kärntnerin. „Sie haben mich außerdem gebeten den Zettel hochzuhalten und sie haben ein Bild von mir mit dem Zettel gemacht, als Beweis, dass sie ihn mir überreicht haben. Das war schon sehr kurios“.

Testergebnis: Negativ

Die junge Kärntnerin blieb vorsichtshalber auch nach dem Quarantäne-Ende am Sonntag zu Hause, da sie noch kein Testergebnis hatte. „Ich hatte Gott sei Dank Urlaub. Mein Freund hatte sich auch freigenommen, falls ich positiv bin, damit er nicht seine Kollegen ansteckt“, so die Leserin. Ein paar Tage später wurde ihr dann auf Nachfrage bestätigt, dass der Test negativ ausgefallen sei. „Ich war danach normal im Supermarkt einkaufen und habe einmal meinen Schwiegereltern geholfen – wird schon passen, haben wir uns gedacht – ich bin ja negativ“.

Dann der plötzliche Anruf…

„Am Abend bekam ich dann einen Anruf von der Gesundheitsbehörde und mir wurde gesagt, dass mein Ergebnis positiv ist und ich ansteckend bin. Ich bin aus allen Wolken gefallen. Hätte ich keinen Urlaub gehabt, wäre ich weiter zur Arbeit gegangen und hätte sicher viele Leute angesteckt“, schildert die Leserin. Einen neuen Quarantänebescheid oder eine Erklärung, wie es zu der ersten Falschinformation kam, gab es jedoch nicht. „Ich bin schockiert. Da wundert es mich nicht, dass so viele sich anstecken und infiziert sind. Bei den Testungen geht es drunter und drüber, es ist das reinste Chaos“, kritisiert die Leserin.

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