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© pixabay

Gleichstellung

Neues Projekt gegen Diskrimi­nierung am Arbeitsplatz

Kärnten – Beschäftigung, aktive Arbeitsmarktpolitik und der Kampf gegen Diskriminierung jeglicher Art sind das Leitmotiv des Europäischen Sozialfonds, kurz ESF. In der Regierungssitzung diese Woche wurden Förderzusagen für zwei Projektanträge zum siebten ESF-Call mit dem Titel „Frauenpower 4.0 UP | GREAT Kärnten“ beschlossen. 

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„Ziel ist es, bildungs- und erwerbsbenachteiligten Mädchen und Frauen mittels gezielter Maßnahmen neue Perspektiven zu eröffnen, ihr Qualifikationsprofil zu verbessern, ihren Selbstwert zu stärken, ihre beruflichen Chancen zu erhöhen und einen nachhaltigen Erst- oder Wiedereinstieg am Arbeitsmarkt zu ermöglichen“, erklären Arbeitsmarktreferentin LHStv.in Gaby Schaunig und Frauenreferentin LR.in Sara Schaar den Hintergrund des Calls. „Um geschlechtsspezifische Benachteiligungen zu überwinden und für Chancengleichheit zu sorgen, müssen entsprechende Rahmenbedingungen geschaffen werden. Nur so können Einkommensunterschiede, Altersarmut und finanzielle Nachteile auf lange Sicht verhindert werden“, so Schaar.

Projekt zur Gleichstellung

Mehrere Projekte wurden eingereicht und von einer fachkundigen Begutachtungskommission geprüft. „Die Projektträger, die den Zuschlag erhielten, zeichnen sich nicht nur durch ihren Erfahrungsreichtum mit den jeweiligen Zielgruppen aus, sondern jeweils durch besonders nachhaltige Projektkonzepte mit differenziertem Zugang“, berichtet Schaunig. Ausgewählt wurde zum einen das Projekt „FEM – Frauen entfalten Möglichkeiten“ der Kärntner Volkshochschulen und das Projekt „step_UP“ vom Mädchenzentrum Klagenfurt. „Der Fokus beider Projekte liegt darauf, Mädchen und Frauen, die überdurchschnittlich hohe Hürden auf dem Weg zur beschäftigungspolitischen Gleichstellung haben, zu stärken und Benachteiligungen zu beseitigen“, informiert Schaar über die vom Referat für Frauen und Gleichbehandlung des Landes Kärnten kofinanzierten Projekte.

Ein Weg aus der Arbeitslosigkeit

„Auch der Vereinbarkeit von Berufs- und Privatleben kommt in den Projekten eine wichtige Rolle zu. Mehrfachbelastungen durch Betreuungspflichten, fehlende Arbeitsmöglichkeiten in der Nähe des Heimatortes oder ein erschwerter Zugang zu Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten sind große Hürden für Frauen, die durch die Coronakrise nochmals verstärkt wurden. Es ist jetzt unsere Aufgabe, nachhaltige Perspektiven zu schaffen“, betont Schaar. Bei beiden Projekten wird in einem ersten Schritt der Ist-Zustand erhoben und regionale Gegebenheiten analysiert. „Aufbauend darauf erfolgt die individuelle Beratung und die Qualifizierungsmaßnahmen für die Teilnehmerinnen, die über den ganzen Prozess hinweg begleitet werden“, so Schaar weiter. „Ein Weg aus prekären Arbeitsverhältnissen oder der Arbeitslosigkeit und die Schaffung von nachhaltigen Zukunftschancen sind das erklärte Ziel“, bekräftigen Arbeitsmarktreferentin Schaunig und Frauenreferentin Schaar unisono. Die Projekte werden im Zeitraum von 1. Jänner 2021 bis 30. Juni 2022 umgesetzt.

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