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Wirtschaft - Kärnten
Die heimische Buttervielfalt im Test.
Die heimische Buttervielfalt im Test. © LK Kärnten

Zum Start der Backsaison:

Experten nahmen Butter und Margarine unter die Lupe

Kärnten – Die weihnachtliche Backsaison läuft gerade richtig an. Aus diesem Grund haben Expertinnen der LK Kärnten das Angebot an Butter und Margarine im heimischen Lebensmittelhandel genauer unter die Lupe genommen.

 3 Minuten Lesezeit (436 Wörter) | Änderung am 22.11.2020 - 16.57 Uhr

Dabei wurden nicht weniger als 79 Proben von Butter, Mischstreichfetten, Margarine und Kochcremen gezogen. Entnommen wurden die Proben aus Produkten, die in den sechs größten in Österreich vertretenen Lebensmittelketten angeboten werden. Im Rahmen des Store-Checks wurden 50 verschiedene Butter- und Butterschmalzprodukte untersucht. Dabei hat sich gezeigt, dass 87 Prozent der beprobten Produkte aus Österreich stammen. Der Rest entfällt auf Deutschland, Irland, die Niederlande und Frankreich.

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79 Proben von Butter, Mischstreichfetten, Margarine und Kochcremen wurden gezogen

79 Proben von Butter, Mischstreichfetten, Margarine und Kochcremen wurden gezogen - © Pixabay

Genauer Blick lohnt sich

Die Experten der LK Kärnten weisen darauf hin, dass auf allen österreichischen Produkten das Genusstauglichkeits-Kennzeichen ausgewiesen ist. Ähnlich sieht es mit Gütesiegeln und dem „Gentechnik-frei“-Kontrollzeichen aus. Nur auf zwei Verpackungen war kein Gütesiegel ersichtlich. Auch das AMA-Gütesiegel überwiegt bei der heimischen Butter. Anders ist dies bei Butter aus dem Ausland. Das Genusstauglichkeitszeichen findet man zwar auch auf diesen Butterfolien, doch ist die Suche nach einem Gütesiegel oder der Angabe „ohne Gentechnik“ vergeblich. Außerdem ist die Herkunft der Rohstoffe bei ausländischer Ware oft nicht nachvollziehbar. Man weiß also nicht, woher die Milch tatsächlich stammt.

Bei Margarine bleibt Herkunft oft im Dunkeln

Beim Store-Check der Landwirtschaftskammer Kärnten wurden auch Mischstreichfette, pflanzliche Streichfette, Margarine und Kochcremen unter die Lupe genommen. Hier wurden 29 verschiedene Produkte evaluiert. Was auf den ersten Blick auffällt: Nur wenige davon wurden in heimischer Produktion hergestellt. Ernüchternd ist, dass bei ausländischen Produkten in vielen Fällen nicht erkennbar ist, wo diese erzeugt wurden.

In 26 von 36 Margarine-Produkten wird Palmöl verwendet

Wer sich mit Margarine beschäftigt, kommt leider auch um das Thema „Palmöl“ nicht herum. Im Gegensatz zu den heimischen Mischstreichfetten sind Streichfette aus dem Ausland meist ausschließlich auf pflanzlicher Basis hergestellt. Palmöl spielt hier eine große Rolle. Der Verein für Konsumenteninformation (VKI) hat im heurigen August eine Untersuchung von Margarine durchgeführt. In 26 von 36 Margarine-Produkten wird Palmöl verwendet.

Vorsicht bei billigen Eigenmarken

Bei Buttererzeugnissen und Mischstreichfetten überwiegen ebenfalls ausländische Produkte, in denen vielfach Palmöl zu finden und die Herkunft der Rohstoffe oft nicht nachvollziehbar ist. Vorsicht ist auch bei den billigen Eigenmarken der Handelsketten geboten: Hier werden die Produzenten sehr häufig ausgetauscht. So kann das Produkt heute eine österreichische Molkerei abpacken und in drei Wochen eine ausländische.

Landesbäuerin Astrid Brunner appelliert an Kärntens Konsumenten: „Verwendet für die Zubereitung der Kekse heimische Lebensmittel […]. Dies unterstützt nicht nur die heimische Landwirtschaft, sondern auch viele Arbeitsplätze in vor- und nachgelagerten Bereichen.“

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Landesbäuerin Astrid Brunner appelliert: „Verwendet heimische Lebensmittel.“

Landesbäuerin Astrid Brunner appelliert: „Verwendet heimische Lebensmittel.“ - © Pixabay

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