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Leute - Villach
© Daniel Moser

Kindern trotzdem eine Freude machen:

Villacher Perchten: „Es geht um die Kinder, nicht ums Geld“

Villach – Die Krampusgruppe "Villacher Höhlenteufel" möchte die Kinder auch heuer nicht im Stich lassen. Der Obmann Christopher Wieser spricht mit uns über die Pläne für dieses Jahr und welche edlen Absichten die Perchten haben.

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„Uns geht es darum, den Kindern eine Freude zu machen“, betont er gleich zu Beginn des Interviews. Vor kurzem verkündete die österreichische Bundesregierung, dass Besuche von Nikolo und Krampus mit Abstand, möglich sein werden.

Verein hätte Strafe aus Vereinskasse gezahlt

„Hätte es die Regierung verboten, wären wir trotzdem losgezogen und hätten die Kinder besucht – natürlich ohne jemanden zu gefährden. Das Geld für die Strafen hätten wir aus der Vereinskasse genommen. Gott sei Dank ist es jetzt aber offiziell erlaubt“, erzählt uns Wieser. Die Villacher Gruppe wird am 4., 5., und 6. Dezember um die 25 Hausbesuche absolvieren. „Die Kinder werden am Fenster und am Balkon stehen und wir werden einen Schmäh und eine Gaudi mit ihnen machen“, freut sich der Obmann.

Wenn die „Krampalan“ zu „Engerln“ werden

Auf die Frage hin, was den so ein Hausbesuch kostet, muss der Obmann lachen. „Ich weiß, dass andere Vereine sich mit Videobotschaften oder Hausbesuchen dumm und dämlich verdienen, das wollen wir auf keinen Fall. Jeder kann, wenn er möchte, eine freiwillige Spende für den Verein geben. Wer nichts hat, was zu diesen Zeiten durchaus passieren kann, der hat halt nichts. Wir kommen trotzdem zu den Kindern. Die mussten schon genug Verbote dieses Jahr erleben“.

Hoffen auf das nächste Jahr

„Dieses Jahr ist generell ein Nullgeschäft“, seufzt Wieser. Den geplanten Lauf Mitte November musste die Gruppe absagen. „Wir kämpfen jedes Jahr darum, den Brauchtum aufrechtzuerhalten, da ist so ein Jahr wie 2020 nicht hilfreich“, erklärt er. Er und die gesamte Krampusgruppe hoffen nun auf nächstes Jahr. „Bleibt bis dahin alle gesund“, wünscht der Obmann noch zum Abschluss.

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