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Wirtschaft - Villach
Sabin Janach mit dem Regionalitätspreis 2020.
Sabin Janach mit dem Regionalitätspreis 2020. © Sabine Janach

Regionalitätspreis 2020:

Kunsthand­werker trifft es schwer: Umsätze heuer stark eingebrochen

Villach – Jedes zweite Jahr gibt es sie, die Auszeichnung regionaler Unternehmen in verschiedenen Kategorien: Den Regionalitätspreis. 120 Einreichungen gab es.

 3 Minuten Lesezeit (425 Wörter)

Wie es heuer Gang und Gäbe ist, machte Corona einen Strich durch die Rechnung. So konnte die eigentlich immer im größeren Stil geplante Verleihung der ersten drei Plätze nicht stattfinden. Nur die ersten Plätze durften mit genügend Sicherheitsabstand und unter Einhaltung aller notwendigen Maßnahmen ihre Preise in Empfang nehmen. Für die beiden anderen Platzierungen gab es eine symbolische Versendung der Holztrophäe und der Urkunde per Post.

Dritter Platz geht nach Villach

Groß war die Überraschung für die Zweit- und Drittplazierten, die unerwartet das Paket in Empfang nehmen durften. Unter ihnen auch Sabine Janach, Einzelunternehmerin aus Villach, die sich als Kunsthandwerkerin in der Kategorie „Marktplatz Region und Handwerk“ beworben hatte. Sie durfte sich für Ihre „Nutzung außergewöhnlicher Materialien und Bewahrung alter Handwerke“ , sie verarbeitet in Ihrem Schmuck und den Accessoires Fischleder, das seit 2019 auch selber gegerbt wird, über den dritten Platz freuen.

Kunsthandwerker fallen durch den Rost

In diesen ungewissen und herausfordernden Zeiten einer der Erfolgsmomente, die wie sie sagt, Mut geben weiterzumachen und nach vorne zu schauen. Vor allem wenn man zu einer der Branchen zählt, die im heurigen Jahr zu einer der stärkst betroffenen Kleinunternehmergruppen zählt. Durch den Wegfall der Veranstaltungen, die für die Kunsthandwerker, die in den wenigsten Fällen über eine eigene Werkstatt oder ein Geschäft verfügen, die Haupteinnahmequelle darstellen, brach der Umsatz unverhältnismäßig stark ein. Auf Grund der Besonderheit, dass Kunsthandwerker sowohl Produzenten als auch „Händler“ ihrer Ware sind, fiel man sowohl im Frühjahr als auch jetzt im zweiten harten Lockdown sprichwörtlich durch den Rost. Dafür muss man wissen, dass viele Kunsthandwerker 60 bis 70 Prozent ihres Umsatz in dieser Jahreszeit erwirtschaften. Alleine in Kärnten fallen über 600 Unternehmen unter diese Sparte.

Gemeinsam stark

Man versucht nun sich gemeinsam stark zu machen und auf diesen „Missstand“ aufmerksam zu machen. Denn was wären all die Advent- und Weihnachtsmärkte ohne die einzigartigen, regional handgefertigten kunsthandwerklichen Produkte. Ohne Unternehmer die mit ihren liebevoll gestalteten Ständen und den besonderen Stücken die Märkte im Winter zum Glänzen bringen und bei denen man für jede Gelegenheit das passende Geschenk findet. Gefragt ist vor allem die Politik. Wer dazu beitragen will das Problem zum Positiven zu wenden, kann sich jederzeit unter : www.mit-liebe-handgemachtes.at mit Sabine Janach, die im ständigen Kontakt zu anderen mit diesem Problem beschäftigten Gruppen in Verbindung steht, melden. Oder sich auf Facebook an die Gruppe „Zukunftsforum Kunsthandwerk“ wenden.

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