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Politik - Klagenfurt
Landesrat Sebastian Schuschnig und Bürgermeisterin Silvia Häusl-Benz.
Landesrat Sebastian Schuschnig und Bürgermeisterin Silvia Häusl-Benz. © KK

Auch ein Fond wurde beschlossen

Lärmschutz-Fond beschlossen und Untersuchung beauftragt

Pörtschach – Lärmschutz-Fonds unterstützt Maßnahmen zum Schutz der Bevölkerung. „Damit kann es in Pörtschach Schutz geben, den sich die Gemeinde sonst nicht leisten könnte“, so Bürgermeisterin von Pörtschach, Silvia Häusl-Benz.

 3 Minuten Lesezeit (449 Wörter) | Änderung am 30.11.2020 - 09.41 Uhr

Pörtschach hat wesentliche Schritte im Kampf gegen den Verkehrslärm von Bahn und Autobahn in die Wege geleitet.

Lärmschutz-Fond beschlossen

Der Kärntner Landtag hat gestern einen Lärmschutz-Fonds ab 2021 beschlossen, der weitere Maßnahmen für den Schutz der Bevölkerung möglich macht. „Damit wird es auch einer kleinen Gemeinde wie Pörtschach möglich sein, konkrete Schutzmaßnahmen zu ergreifen, Lücken im Lärmschutz zu lokalisieren und bei einer positiven Stellungnahme der Experten, neue Lärmschutzwände zu errichten“, informiert Bürgermeisterin Silvia Häusl-Benz. Zusammen mit weitere Initiativen ist klar: „In Pörtschach machen wir unsere Hausaufgaben für die betroffenen Menschen entlang der Strecke“, informiert Silvia Häusl-Benz.

Untersuchung beauftragt

Neben dem Lärmschutz-Fonds auf Initiative von Landesrat Sebastian Schuschnig, der bereits ab heute Anträge für Maßnahmen möglich macht, hat die Gemeinde Pörtschach in der letzten Gemeinderatssitzung einen weiteren entscheidenden Beschluss gefasst. „Wir haben eine schall- und lärmtechnische Untersuchung beauftragt“, so Häusl-Benz. „Damit können wir Problemzonen klar identifizieren und einer eingehenden Prüfung zuführen.“ Außerdem hat das Land Kärnten eine permanente Messanlage an der Strecke – sie befindet sich in Wernberg – installiert. „Die Anlage macht es uns möglich, die Lärmbelastung in Echtzeit zu messen und so entsprechende Gegenmaßnahmen zu ergreifen“, sagt Häusl-Benz. Das mittelfristige Ziel lautet: „Wir müssen alles daran setzen, dass die Entwicklung eines Korridors für eine Güterumfahrungstrasse in den Rahmenplan der ÖBB aufgenommen wird“, so Häusl-Benz. „Das ist die einzige dauerhafte Lösung für den Kärntner Zentralraum!“

Bisherige Erleichterungen

Auch auf die ergriffenen kurzfristigen Erleichterungen macht Häusl-Benz aufmerksam: Bereits 2017 wurde eine schalltechnische Sanierung mit Gesamtkosten von rund fünf Millionen Euro abgeschlossen. „Pörtschach trug 1,1 Millionen Euro dazu bei – für fünf Kilometer Lärmschutzwände, 119 Schallschutzfenster, 54 Schallschutztüren und vier Schalldämmlüfter“, so Häusl-Benz. Außerdem sei es gelungen die Wörthersee-Strecke in den leisen Korridor der EU aufzunehmen. „Ab 2024 werden Maßnahmen den Geräuschpegel um bis zur Hälfte reduzieren“, so Häusl-Benz.

Kritik seitens der FPÖ 

 
„Ende Oktober startete Florian Pacher(FPÖ) das Gemeindevolksbegehren zur Beauftragung einer lärmtechnischen Untersuchung durch den Pörtschacher Gemeinderat“, heißt es in einer Aussendung. „ÖVP-Bürgermeisterin Häusl-Benz begegnete dieser Initiative medial sogleich mit Zurückweisung und meinte etwa, dass es laut Experten keine Notwendigkeit für eine solche Studie geben würde.“ Er erinnert via Aussendung daran, dass das Angebot zur Durchführung, der nun endlich beschlossenen Untersuchung, bereits vor über zwei Jahren vom Land Kärnten an die Bürgermeisterin übermittelt wurde.
 
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