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Politik - Klagenfurt
Christian Scheider fordert weitere Hilfsmaßnahmen für jene, die im aktuellen 2. Lockdown besonders gefordert sind.
Christian Scheider fordert weitere Hilfsmaßnahmen für jene, die im aktuellen 2. Lockdown besonders gefordert sind. © Montage Najera/5min.at

Weitere Hilfsmaßnahmen gefordert:

Armut durch Corona: Stadtrat Scheider schlägt Alarm

Klagenfurt – Über die massiven Auswirkungen auf die Klagenfurterinnen und Klagenfurter und die Armutsgefährdung vieler Menschen informierte am heutigen Freitag, dem 27. November, Stadtrat Christian Scheider im Zuge einer Pressekonferenz. Dabei schlug er Alarm und forderte umgehend zusätzliche Maßnahmen.

 3 Minuten Lesezeit (453 Wörter)

Konkret forderte Scheider bei der heutigen Pressekonferenz die sofortige Verdoppelung des Heizkostenzuschusses. Damit solle „schlimmes finanzielles Leid, das von Corona ausgelöst wurde“, abgefedert werden. Damit es zu keinen Delogierungen kommt, müsse das Land Kärnten außerdem eine Patronanz-Erklärung an die Wohnbaugenossenschaften abgeben, so Scheiders Forderung. Weiters müsse ein Energiehilfsfonds der Stadt eingerichtet werden, um zu verhindern,  dass „bei Menschen, die ihren Strom jetzt nicht mehr zahlen können, die Energielieferung abgedreht wird!“

Einkaufshilfe, Sammelbörse und Online-Nikolo

In einer aktuellen Aussendung heißt es, Scheider habe sich mit seinem Team genau angeschaut, welche Menschen derzeit akut betroffen sind und welche Frauen und Männer in Brennpunkten im „Lockdown 2“ besonders gefordert sind. „Wir haben daher eine kostenlose Einkaufshilfe aus ehrenamtlichen Helfern organisiert, die die Einkäufe für die Menschen erledigt. 192 Menschen wurde damit bereits geholfen. Mit der Initiative „Laptopsammelbörse“ wird von Scheider außderm versucht schnell und unbürokratisch zu helfen, weil viele Familien im Lockdown mit der Anschaffung von Laptops und Co fürs Homeschooling finanziell völlig überfordert seien. „Für alle die sich in Quarantäne befinden, oder die zur Risikogruppe zählen oder aber auch einfach sich und ihre Familie schützen wollen, habe ich zudem einen Online-Nikolobesuch organisiert. „Hier können sich Eltern unter 0664 15 42 477 anmelden und am Samstag, dem 5.12. findet dann ab 16 Uhr ein virtueller, auf das Kind zugeschnittener, Nikolobesuch statt.“. Für die Klagenfurterinnen und Klagenfurter, die jetzt in der Grundversorgung weiterarbeiten müssen, hat Stadtrat eine „Danke an die Alltaghelden“-Aktion gestartet, bei denen selbige ein kostenloses Abendessen überreicht bekommen.

Forderungen im sozialen Wohnbau

Auch mit einer Forderung im sozialen Wohnbau ließ Scheider aufhorchen: „In den Gemeindewohnungen verschlechtert sich der Standard und Sanierungen sind dringend gefordert, werden aber nicht realisiert. Da müssen jetzt zwei konkrete Dinge passieren: Erstens bestehende Wohnungen, die in die Jahre gekommen sind, müssen saniert werden und zweitens muss die Stadt wieder in den Bau von Gemeindewohnungen investieren, die sich auch Jungfamilien leisten können, ohne hohe Baukostenzuschüsse leisten zu müssen!“

Scheider: „Bin überwältigt vom Zulauf“

Zur neuen Bürgerbewegung hielt Scheider fest: „Ich bin überwältig vom unglaublichem Zulauf an Menschen, die sich engagieren wollen, die mitarbeiten wollen. Wir sind breit aufgestellt in allen Stadtteilen der Landeshauptstadt. Viele Menschen, die vorher politisch noch nirgends eingebunden waren aber aus ihren Expertenbereichen viel Knowhow liefern können, sind motiviert, sich in unserer Bürgerbewegung zu engagieren.“ Als einen dieser Experten stellte Scheider den Klagenfurter Unternehmer und Carlovers Geschäftsführer Patrick Jonke vor. „Mein Ziel ist es, dass die Stadt wieder Gewerbeflächen ankauft und den Wirtschaftsstandort stärkt. Wir arbeiten gerade an einem Gesamtkonzept zur Belebung der Innenstadt“, kündigt Jonke an.

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