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Hilfe in der Krise

Mentale Gesundheit im Lockdown: „Du bist nicht allein“

Kärnten – Viele haben gerade zur jetzigen Jahreszeit mit psychischer Instabilität zu kämpfen. Damit du trotz Lockdown körperlich und mental gesund durch die Krise kommst, haben wir für dich ein paar wichtige Tipps zusammen gestellt. 

 5 Minuten Lesezeit (607 Wörter)

Von Elisa Auer. Die Regierung appelliert und delegiert, soziale Kontakte zu vermeiden, um eine Ansteckung zu vermeiden. Die Begründung: Damit wir selbst und alle anderen in unserem Umfeld auch weiterhin gesund bleiben. Dass Gesundheit nicht nur die körperliche Vitalität betrifft, wird dabei schnell übersehen. Gerade jetzt aber ist „Mental Health“ ein Begriff, dem Aufmerksamkeit geschenkt werden muss! Denn besonders für Alleinlebende ist eine Ausgangsbeschränkung sowie ein Appell, seine Freunde nicht mehr zu treffen, eine echte Herausforderung. Doch immer daran denken: Du bist nicht allein!

„Social Distancing“ doesn´t mean „Social Isolation“

Auch wenn du deine Liebsten zurzeit nicht physisch sehen solltest, so haltet weiterhin Kontakt! Die Technik bietet uns glücklicherweise allerhand Möglichkeiten auf digitalem Wege mit unseren Freunden und der Familie zu kommunizieren. Natürlich ist eine Zoom-Konferenz nicht mit einer Umarmung gleichzusetzen, jedoch werden wir Berührungen und auch Begegnungen nach der Ausgangssperre wieder mehr zu schätzen wissen. Damit du auch diesen Lockdown gut überlebst, ohne dass deine Psyche darunter leiden muss, haben wir hier ein paar wertvolle Tipps für dich aufgelistet:

  • Raus mit dir in die Natur: Versuche der Nebelsuppe, die sich besonders zu dieser Jahreszeit häufig im Klagenfurter Becken sammelt, zu entfliehen. Deshalb empfiehlt es sich, etwas höher gelegene Orte anzuvisieren, dazu musst du auch gar nicht weit fahren. Mit etwas Glück kannst du bereits am Gipfel des Magdalensberges die Sonne genießen und auf das Nebelmeer herabblicken. Denn gerade im Herbst und Winter ist es besonders wichtig, ausreichend Vitamin D zu tanken.
  • Telefonieren mit den Liebsten: Auch, wenn wir unsere Freunde und Familienmitglieder zurzeit nicht sehen sollen, heißt das nicht, dass wir nicht auf anderem Wege mit ihnen in Kontakt bleiben können. Deshalb kannst du beispielsweise während des Spazierengehens mit einer Freundin telefonieren oder dich abends mit dem Freundeskreis zu einer Skype- oder Zoomsession treffen. Es gibt mittlerweile auch viele Apps wie „Houseparty“ oder „Among us“, die zum gemeinsamen Online-Spieleabend einladen.
  • Sport und Bewegung: Nutze den Lockdown, um dich körperlich wieder auf Hochtouren zu bringen. Egal, ob Radfahren, eine morgendliche Joggingrunde oder ein Wanderausflug – Bewegung wirkt sich nicht nur auf die Fitness, sondern auch für die Psyche fördernd und wohltuend aus. Wenn du jedoch nicht der große Sportler bist, so kann es auch ein ausgiebiger Spaziergang sein, der dir den gewünschten Ausgleich zu den eigenen vier Wänden verschafft.
  • Zeit für Hobbys: Welche deiner liebsten Freizeitaktivitäten hast du aufgrund des stressigen Alltags in letzter Zeit zunehmend vernachlässigt? Bist du leidenschaftlicher Bäcker, begeisterter Bastler oder wissbegieriger Leser? Welche Serien und Filme wolltest du schon unlängst auf Netflix bingen, bist aber spätabends immer nur hundemüde ins Bett gefallen? Nutze die neugewonnene Zeit für dich und für deine Hobbys! Der Lockdown kann übrigens bewusst der Entschleunigung dienen. Auch, wenn es hart ist, so werden wir unsere sozialen Kontakte wieder umso mehr zu schätzen wissen, wenn wir sie wieder physisch genießen können.

Professionelle Stellen unterstützen dich!

Wenn jedoch alles nichts hilft und du während des Lockdowns mit Depressionen oder anderen psychischen Belastungen zu kämpfen hast, dann gibt es einige Beratungsstellen, an die du dich wenden kannst. Du wirst dann an ausgebildete und kompetente Personen verwiesen, die dir gerade in diesen Zeiten die Hilfestellungen bieten können, die du benötigst.

Wichtige Anlaufstellen

  • Notfallpsychologischer Dienst Österreich: +43 699 188 554 00 (Mo-Do, 9-17 Uhr)
  • Telefonseelsorge Österreich: 142
  • Traumahilfe – Hilfe für Menschen in Quarantäne: 01 413 00 44
  • Berufsverband Österreichischer PsychologInnen: 01 504 8000 (Mo-Do, 9-13 Uhr)
  • Ö3 Rotes Kreuz Kummernummer: 116 123
  • Rat auf Draht – Kinder- und Jugendnotruf: 147
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