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Politik - Kärnten
Im Bild: LHStv.in Beate Prettner und Günther Nagele (Leiter aidsHilfe Kärnten).
Im Bild: LHStv.in Beate Prettner und Günther Nagele (Leiter aidsHilfe Kärnten). © Büro LHStv.in Prettner

270 Kärntner aktuell in Therapie:

Weltaidstag: Gesundheits­referentin möchte für Tests sensibilisieren

Kärnten – Zum 33. Mal wird am morgigen Dienstag, dem 1. Dezember, der Weltaidstag begangen. An dem Tag soll die breite Öffentlichkeit erneut auf die Krankheit und deren Auswirkungen aufmerksam gemacht werden. Die Kärntner Gesundheitsreferentin Beate Prettner möchte im Vorfeld für Tests sensibilisieren und noch mehr Aufklärung in der Kärntner Bevölkerung betreiben.

 2 Minuten Lesezeit (308 Wörter)

1988 von der WHO ins Leben gerufen, hat der Weltaidstag bereits viel dazu beigetragen, für HIV zu sensibilisieren. „Früher galt Aids als Todesurteil. Heute ist die Krankheit gut therapierbar – vorausgesetzt, die Diagnose erfolgt frühzeitig“, betont Gesundheitsreferentin Beate Prettner in einer Aussendung vom heutigen Montag, dem 30. November. Daher appelliert sie eindringlich nicht nur an Risikogruppen, sich testen zu lassen. „In der Kärntner Aidshilfe ist das einmal wöchentlich kostenlos möglich, und zwar jeden Dienstag von 16.30 Uhr bis 18.30 Uhr.“

Wenige Kärntner nutzten Testwoche

„Anlässlich des Weltaidstages wurde im Vorfeld eine Testwoche initiiert“, informiert Günter Nagele, Leiter der aidsHilfe Kärnten. Die Coronasituation habe jedoch dazu beigetragen, dass es heuer nicht so viele Testwillige waren, wie in den Vorjahren.

270 Kärntnerinnen und Kärntner aktuell in Therapie

In Österreich wurden im Jahr 2018 insgesamt 397 HIV-Neudiagnosen gestellt, davon 17 in Kärnten. Im Vorjahr waren es 430 Neudiagnosen in Österreich, 20 in Kärnten. „Aktuell befinden sich 270 Kärntner in Therapie, davon im Klinikum 225“, sagt Prettner. Ihr Ziel ist es, einerseits über Präventionsarbeit noch mehr Aufklärung zu betreiben, andererseits noch mehr Menschen für die notwendigen Tests zu sensibilisieren. Der Weltaidstag selbst sei zumindest ein Fixpunkt im Jahr, an dem das HIV-Thema eine breitere Öffentlichkeit erreiche. „Er kann auch dazu beitragen, dass man Betroffenen gegenüber nachsichtiger wird und die Blockaden, die man im Kopf hat, bröckeln“, so Prettner. Denn treffen könne es theoretisch jeden, der ungeschützten Geschlechtsverkehr habe. Für Nagele steht der Weltaidstag dafür, dass „Menschen mit HIV Teil unserer Gesellschaft sind und so alle Rechte und Pflichten aller anderen genießen sollten: Arbeit, Vergnügen, Liebe, Zufriedenheit.“

Morgen: Online-Andacht für Hinterbliebene

Anlässlich des Weltaidstages findet am morgigen Dienstag, dem 1. Dezember, eine Andacht in der Kreuzberglkirche statt, die via Internet übertragen wird. Hier findet ihr weitere Informationen dazu.

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