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Kärnten startet digitale Offensive:

Land unter­stützt Familien mit kleinem Ein­kommen beim Home-Schooling

Kärnten – Super! Das Land Kärnten startet eine weitere Maßnahme zur Unterstützung von Familien mit schulpflichtigen Kindern und geringem Einkommen, um diesen beim Home-Schooling zu helfen. Mit der Offensive „Digital fit für die Schule zuhause“ werden kostenlose Endgeräte (Laptops) ebenso zur Verfügung gestellt, wie Drucker und Datenpakete.

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In der heutigen Regierungssitzung wurde eine Kooperation zwischen Familienreferat, Kärntner Bildungsdirektion, „4everyoung.at“ und den Kärntner Volkshochschulen (VHS) beschlossen. Mit der Offensive „Digital fit für die Schule zuhause“ werden kostenlose Endgeräte (Laptops) ebenso zur Verfügung gestellt, wie Drucker und Datenpakete. Gleichzeitig wird den Familien kostenlos Hilfe bei der optimalen Einrichtung des PC-Arbeitsplatzes, technischer Support sowie Fernwartung der Geräte angeboten. Das Angebot richtet sich vor allem an Familien mit Kindern, die aktuell die NMS oder PTS besuchen. Das Budget beträgt knapp 140.000 Euro.

Mit der Bedarfserhebung wird die Bildungsdirektion beauftragt. 4everyoung.at übernimmt die Prüfung und die Kontaktaufnahme zu den Familien. Sollte nur eine Schulung (auch für Eltern/Großeltern möglich) nötig sein, werden die Informationen von 4everyoung an die VHS weitergeleitet. Sowohl 4everyoung als auch die VHS überprüfen bei der ersten Kontaktaufnahme Vorort auch die Einkommenssituation.

Voraussetzungen für Homeschooling oft nicht gegeben

„In vielen Familien [sind] die Voraussetzungen für die Durchführung von qualitativem Homeschooling nicht gegeben“, erklärt Bildungsreferent Kaiser. Mit der Aktion „Digital fit für die Schule zu Hause“ wolle man Kindern aus Familien mit geringerem Einkommen gleichwertige Bildungschancen bieten. „Die Digitalisierung ist aufgrund der Corona-Krise ein wichtiger Faktor geworden. Eltern und Großeltern von Schulkindern sind zum Teil massiv überfordert“, betont Landesrätin Schaar.

Es mangelt an Computer-Kompetenzen

Bei der Umstellung auf „Homeschooling“ habe sich gezeigt, dass nicht alle Haushalte über die nötigen finanziellen Voraussetzungen für ein qualitatives Lernen von zu Hause aus verfügen. Vielfach mangelte es an der technischen Infrastruktur und grundlegender Kompetenzen im Umgang mit dem Computer. Zu diesem Ergebnis kam auch eine Umfrage, die seitens der Bildungsdirektion in den AHS Unterstufen, Volksschulen und Neuen Mittelschulen durchgeführt wurde.

Anschaffungskosten zurückzuholen

„Als Familienreferentin ist es mir wichtig, dort anzusetzen, wo es am meisten brennt und vor allem jene Familien zu unterstützen, die es aufgrund fehlender finanzieller Mittel sehr schwer haben, digital auf- bzw. nachzurüsten“, so Schaar.  Zwischenzeitlich bietet das Familienreferat für all jene Familien mit geringem Einkommen, die sich im Zeitraum vom 1. September bis einschließlich 6. Dezember 2020 (Rechnungsdatum) beim heimischen Händler bereits einen Laptop für das digitale Lernen gekauft haben, die Möglichkeit, sich einen Teil der Anschaffungskosten (max. 200 Euro) mittels Online-Antrag bis zum 31. Dezember 2020 zurückzuholen (unter www.ktn.gv.at/familie).

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