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Mobilitätsprojekt

Millionen­investition für Verkehrs­infrastruktur im Rosental

Rosental – Bei Köttmannsdorf-Lambichl wird ein moderner und sicherer Mobilitätsknoten errichtet. Außerdem entstaht ein neuer Bahnhof mit Park&Ride- und Bike&Ride-Plätzen. Ein Neubau der Eisenbahnkreuzung und Umgestaltung der Straßenkreuzung Lambichl erhöhen die Verkehrssicherheit für alle Verkehrsteilnehmer. 

 4 Minuten Lesezeit (563 Wörter) | Änderung am 01.12.2020 - 18.49 Uhr

Rund fünf Millionen Euro investieren das Land, die ÖBB und die Gemeinde Köttmannsdorf gemeinsam in die neue Verkehrsinfrastruktur im Rosental bei Köttmannsdorf-Lambichl. Dort wird eine moderne Mobilitätsdrehscheibe errichtet und gleichzeitig die Gesamtverkehrssituation im Kreuzungsbereich von der B91 Loiblpass Straße mit der L99 Köttmannsdorfer Straße deutlich verbessert. „Wir nutzen jetzt diese Chance, bündeln im Land die Mittel und schaffen eine neue Verkehrsinfrastruktur mit höchstem Sicherheitsstandard“, so die beiden zuständigen Landesräte – Straßenbaureferent Martin Gruber und Verkehrsreferent Sebastian Schuschnig – heute, Dienstag, im Anschluss an die Regierungssitzung. In dieser wurde die Finanzierung des Projekts beschlossen. Durch die neue Verkehrsinfrastruktur wird künftig das gesamte Einzugsgebiet der Gemeinden Köttmannsdorf, Ludmannsdorf und Maria Rain an die S-Bahn angebunden. Denn der Bedarf besteht: eine Pendleranalyse ergab, dass mit täglich rund 600 – 800 zusätzlichen Ein- und Ausstiegen zu rechnen ist. „Wir erschließen damit ein komplett neues, wichtiges regionales Pendlergebiet für den öffentlichen Verkehr. Besonders Pendler nach Klagenfurt werden von diesem neuen Angebot profitieren“, betont Schuschnig.

Verbesserung für Pendler

Ein besonderer Fokus wurde bei der Planung auf eine bestmögliche Abstimmung aller Verkehrsmittel – vom Fahrrad, über das Auto bis zu Bus und Bahn – gelegt. „Mit dem Konzept stellen wir sicher, dass Pendler aus der Region künftig einfach auf den öffentlichen Verkehr an einem Ort umsteigen können. Es wird möglich sein, mit dem Fahrrad oder Auto zur Bahnhaltestelle zu fahren und dort umzusteigen, ohne sich Sorgen um Parkplätze oder die Sicherheit des Fahrrades zu machen“, so Schuschnig. So stehen künftig direkt neben der Bahnhaltestelle allen Pendlern eine Park&Ride-Anlage mit rund 80 Autoabstellplätzen, eine Bike&Ride-Anlage mit 24 überdachten Fahrradabstellplätzen sowie 26 überdachte Moped-Abstellplätze zur Verfügung. Das Projekt sei bereits ein nächster Umsetzungsschritt des ÖV-Reformplan 2020plus, betont der Mobilitätslandesrat.

Neugestaltung der Eisenbahn- und Straßenkreuzung

Zum Projekt „Mobilitätsknoten Lambichl“ gehören auch die Neugestaltung der Eisenbahn- sowie der Straßenkreuzung, die den Verkehr an den neuen Bahnhof anbinden. „Hier werden mehrere Gefahrenquellen entschärft“, informiert Straßenbaureferent Gruber. An der bisher ungeregelten Eisenbahnkreuzung beim Ziegeleiweg wird eine Schrankenanlage errichtet. Die Zufahrtsstraßen zum neu entstehenden Mobilitätsknoten werden verbreitert, straßenbegleitend werden Wege für Fußgänger und Radfahrer errichtet und sicher bis über die Eisenbahnkreuzung geführt. Zusätzlich erhöht wird die Verkehrssicherheit durch den Umbau der Straßenkreuzung zwischen der B91 Loiblpass Straße und der L99 Köttmannsdorfer Straße. Es wird eine moderne und übersichtliche T-Kreuzung mit Ampelregelung für alle Verkehrsteilnehmer errichtet. Alle Rad- und Gehwege werden an die neue Situation angepasst. „Wir verbessern die Gesamtverkehrssituation an diesem Knotenpunkt und machen sie für alle Verkehrsteilnehmer sicherer“, betont Gruber.

Mobilitätsprojekt

Geplanter Baubeginn für die P&R-Anlage und die Adaptierung der Straßenanlagen ist im Jahr 2021, mit der Eisenbahnkreuzung und der Bahnhaltestelle wird 2022 begonnen. 2023 soll die neue Mobilitätsdrehscheibe in Betrieb genommen werden. Für Gruber und Schuschnig wird damit nach langer und intensiver Planungs- und Vorbereitungszeit ein regional zukunftsweisendes Mobilitätsprojekt in Angriff genommen. „Nur wenn wir den öffentlichen Verkehr in Kärnten sicher und attraktiv gestalten, werden wir auch künftig mehr Menschen für die Öffis gewinnen. Die Mobilitätsdrehscheibe Köttmannsdorf-Lambichl ist ein wichtiger Schritt für die Region und für eine moderne Mobilität in Kärnten“, so Gruber und Schuschnig.

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