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Leute - Kärnten
Debatte
Mit Zweigen wichsen die Kinder frisch und g'sund.
Mit Zweigen wichsen die Kinder frisch und g'sund. © pixabay

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„Frisch und G’sund“: Heiße Diskussion ums Schappen auf Facebook

Kärnten – Am 26. Dezember beginnt der dritte Lockdown mit zahlreichen Einschränkungen. In diese Zeit fällt auch der Tag der unschuldigen Kinder, an dem normalerweise beim Schappen Glück und Gesundheit fürs neue Jahr gewünscht wird.  Heuer muss dieser Brauch leider ausfallen – und genau darüber wird derzeit auf Facebook heftig diskutiert.

 2 Minuten Lesezeit (311 Wörter) | Änderung am 21.12.2020 - 11.27 Uhr

Von Christine Jeremias. „Frisch und g’sund, frisch und g’sund, lang leben und g’sund bleiben und a glücklichs Neujahr!“ So lauten die Wünsche, die zahlreiche Kinder am 28. Dezember für gewöhnlich mit ein paar Schlägen mit Tannenzweigen den Erwachsenen überbringen. Dafür gibt es dann ein paar Münzen oder Süßigkeiten. Doch so schön und beliebt die Tradition auch sein mag, aufgrund von Ausgangs- und Kontaktbeschränkungen muss sie heuer ausgelassen werden. Beim Schappen (slowenisch: šapanje), Tschappen, Pisnen oder Frisch und g’sund wichsen, ziehen normalerweise Kinder in Kärnten um die Häuser.

Schappen trotz Lockdown?

Eine Tatsache, die manche wohl nicht wahrhaben wollen, wie eine derzeit auf Facebook geführte Diskussion zeigt. In der beliebten „Elternkommunikationsgruppe“, in der sich Familien über alle möglichen Themen austauschen können, geht es rund. Während es für die einen außer Frage steht, dass man angesichts von Corona eben auf manches verzichten muss, wählen andere einen Mittelweg und besuchen nur jene Personen, zu denen auch sonst enger Kontakt herrscht, wie die Großeltern. Einige sehen aber gar nicht ein, warum man aufs Schappen verzichten sollte und hoffen auf Besuch von Kindern oder wollen selbst losziehen und die Wünsche „mit Abstand im Freien“ oder „extralangen Ruten“ überbringen, schließlich soll „Brauchtum weitergelebt werden.“ Aussagen, auf die teils heftig reagiert wird, sodass die Gruppenadministratoren immer wieder eingreifen müssen.

Kreative Lösungen

Doch abseits von Streitigkeiten gibt es auch viele kreative Ideen. So hat eine Mutter Karten mit einem Foto von ihrem Kind und einem Spruch gestaltet und wird diese zusammen mit ein paar Zweigen den Leuten vor die Türen legen, um die Wünsche zumindest kontaktlos übermitteln zu können. Andere haben schon ein Schappvideo vorbereitet, das am 28. Dezember verschickt wird. So bleibt das Brauchtum auch in Zeiten von Corona lebendig!

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