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Landesregierung erneuert Kritik an AKW Krško

Nach Erdbeben: „Kernkraftwerk in Krsko muss stillgelegt werden“

Kärnten/Slowenien – Anlässlich des heute, Dienstag, auch in Kärnten deutlich spürbaren Erdbebens mit Epizentrum im kroatischen Sisak, erneuern Landeshauptmann Peter Kaiser und Umweltreferentin Sara Schaar ihre Bedenken an dem an einer seismologischen Bruchlinie liegenden Betrieb des slowenisch-kroatischen Atommeilers Krško und sprechen sich weiterhin klar für eine Stilllegung des Kernkraftwerkes aus.

 3 Minuten Lesezeit (439 Wörter) | Änderung am 29.12.2020 - 19.54 Uhr

„Erdbeben wie heute führen uns einmal mehr vor Augen, dass Atomkraft keine gefahrlose Form der Energieerzeugung ist. Die Risiken sind im Ernstfall auch für die Kärntner Bevölkerung unabsehbar. Gerade Krško liegt bekanntermaßen auf einer Erdbebenlinie, das heutige Epizentrum lag nur 85 Kilometer Luftlinie von Krško entfernt. Wir sprechen uns weiterhin für eine Stilllegung des gesamten Atomkraftwerkes aus. Atomkraft ist keine zukunftsfähige Technologie“, erklärt Kaiser. Er hoffe, dass es in der betroffenen kroatischen Region zu möglichst wenig verletzten Personen und geringen Schäden gekommen sei, so der Landeshauptmann.

Appell: „Rascher Umstieg auf alternative Energiequellen“

Auch einer geplanten Verlängerung erteilen sowohl Kaiser als auch Schaar eine deutliche Absage. „Sollte aber eine Genehmigung beantragt werden, ist ein grenzüberschreitendes Umweltverträglichkeitsprüfungsverfahren unumgänglich“, so Schaar. Man sei hier weiterhin in enger Abstimmung mit den Verantwortlichen in der Steiermark. In Richtung der slowenisch-kroatischen Entscheidungsträger appelliert Schaar: „Der möglichst rasche Umstieg auf alternative Energiequellen ist mittel- und langfristig alternativlos“.

„Schließung des AKW Krško ist alternativlos“

Auch aus der Sicht von Team Kärnten-Chef Gerhard Köfer führt an einer Stilllegung des Atomkraftwerks Krško in Slowenien kein Weg mehr vorbei: „Gerade das aktuelle Erdbeben hat uns heute einmal mehr gezeigt, wie berechtigt die Sorge vor einer Atomkatastrophe vor unserer Kärntner Haustüre ist. Es kann und darf aktuell nur mehr eine Devise geben und diese lautet das Kraftwerk zu schließen.“ Krško stelle aus der Sicht Köfers ein reales Bedrohungsszenario für Kärnten dar. „Atomenergie ist ein energiepolitisches Auslaufmodell mit erheblichen Risiken. Slowenien soll seine Möglichkeiten im Bereich der erneuerbaren Energien nutzen und sich von der Technologie von vorgestern verabschieden.“

Petition gegen AKW Krško und für Ausstieg aus der Atomkraft

Nach mehreren Erdbeben in Kroatien, welche heute auch in weiten Teilen Österreichs deutlich zu spüren waren, unterstreicht der Kärntner FPÖ-Landesparteichef Klubobmann Gernot Darmann seine langjährige Forderung nach einer Schließung des Hochrisiko-Atomkraftwerkes Krško durch die EU. „Was muss noch alles passieren, bis die Verantwortlichen in Slowenien und Kroatien aufwachen. Das völlig veraltete AKW Krško liegt in einem Erdbebengebiet und ist daher eine tickende Zeitbombe! Zusätzlich soll jetzt in der Nähe auch noch ein Atommülllager errichtet werden. Jederzeit kann ein Erdbeben derart ausarten, dass dieses AKW hochgeht und damit die Zukunft Österreichs und Mitteleuropas zerstört wird“, betont Darmann. 2019 hat die FPÖ Kärnten gemeinsam mit der FPÖ Steiermark auch eine Petition gegen das slowenische AKW Krško gestartet, in welcher ein Ausbaustopp und die Schließung des Atomkraftwerkes gefordert wird.

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