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Wirbel auf den Skipisten

„Absurde Ski­hütten-Regelung“: Take-Away Verbot sorgt für Chaos

Kärnten – In der Fachgruppe Gastronomie sind die Telefone in den vergangenen Tagen heiß gelaufen: Sowohl Wirte als auch Gäste beschweren sich über die "rätselhafte Almhütten-Schikane".

 2 Minuten Lesezeit (262 Wörter) | Änderung am 30.12.2020 - 13.10 Uhr

Eine aktuelle Verordnung sorgt für Chaos auf den heimischen Skipisten: Almhütten, die nicht über eine öffentliche Straße mit einem Pkw erreichbar sind, wurde – zwei Tage vor Saisonstart am 24. Dezember – der Take-away-Verkauf untersagt. Es kam, wie es kommen musste: Die geöffneten Gastronomiebetriebe bei den Talstationen und Parkplätzen werden seitdem regelrecht gestürmt. Wartezeiten von bis zu einer Stunde für Speisen zum Mitnehmen sind keine Seltenheit.

„Situation ist untragbar“

Georg Mathiesl, Sprecher der Berggastronomie in der WK-Fachgruppe Gastronomie, appelliert an die Regierung, diese Verordnung zurückzunehmen: „Die Situation ist untragbar und völlig widersinnig. Anstatt ideale Rahmenbedingungen für die Skisaison zu schaffen, werden mit dieser Verordnung Menschenansammlungen provoziert.“ Vor allen Dingen handle es sich dabei um eine Ungleichbehandlung von Betrieben, die kaum der Beurteilung des Verfassungsgerichtshofs standhalten werde. Die ersten Klagen von Wirten aus anderen Bundesländern wurden bereits eingebracht. „Und ich gehe davon aus, dass sie erfolgreich sein werden. Der Anschluss an eine öffentliche Straße für die Betriebsöffnung: Das ist wohl das willkürlichste Kriterium, das es je gegeben hat“, schüttelt Mathiesl den Kopf.

Unmengen an Kosten für Betriebe entstanden

Noch dazu sei Verordnung in solcher Geschwindigkeit durchgepeitscht worden, dass die Wirte sich kaum noch darauf einstellen konnten. Es wurden Lebensmittel eingekauft, Mitarbeiter eingestellt, die Hütten vorbereitet – und schließlich war all der Aufwand umsonst. Die betroffenen Gastronomen entstanden dadurch eine Unmenge an Kosten. „Es stellt sich jetzt natürlich auch die Frage, wer diese Kosten übernehmen wird. Viele Betriebe wurden durch diese Schnellschuss-Politik in ernsthafte Schwierigkeiten gebracht.“

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