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© Caritas

Hilfe nach dem Erdbeben

Caritas bittet Kärntner um Unter­stützung für Kroatien

Kärnten & Kroatien – Nach den Erdbeben in Kroatien herrscht große Verzweiflung bei den Betroffenen: Die Caritas Kärnten bittet aus diesem Grund um Geldspenden und rät von privaten Fahrten ins Erdbebengebiet aus Sicherheitsgründen ab. Umfangreiche Hilfe der Caritas ist vor Ort.

 3 Minuten Lesezeit (425 Wörter)

„Was die betroffenen Menschen jetzt brauchen, ist rasche Hilfe, damit sie die nächsten Tage nicht im Freien übernachten müssen“, appelliert Caritasdirektor Ernst Sandriesser und bittet die Kärntner Bevölkerung nach den Erdbeben in Kroatien um Unterstützung. Die Caritas Kärnten arbeitet eng mit der Caritas Steiermark zusammen, die mit der Caritas in Kroatien die Hilfe vor Ort umsetzt.

Verheerende Zustände

Das schwere Erdbeben und mehr als 300 Nachbeben in Kroatien haben Häuser, Krankenhäuser und Kirchen zerstört. Vor allem in den Städten Sisak und Petrinja, aber auch in vielen Dörfern und kleinen Ortschaften herrschen verheerende Zustände. Brigitte Kroutil- Krenn, Leiterin der Caritas Steiermark Auslandshilfe weiß: „Infrastruktur, Krankenhäuser und Straßen sind besonders stark von den Zerstörungen betroffen“. Marko Cvitkušić, Generalvikar der Diözese Sisak, der die Hilfe der Caritas vor Ort koordiniert, berichtet von verzweifelten Menschen in den betroffenen Regionen: „Ich begegne weinenden, traurigen, nachdenklichen und hoffnungslosen Menschen. Viele haben ihre Wohnungen verloren und bleiben Tag und Nacht im Freien, übernachten in Autos, in Zelten und Gemeindesälen. Am schwierigsten ist die Lage in den ländlichen Gebieten.“

Große Solidarität und zahlreiche Hilfsinitiativen

Innerhalb kürzester Zeit wurden von der Caritas Zagreb und der Caritas Sisak Freiwilligentrupps zusammengestellt, die vor allem die Menschen in den ländlichen vom Beben betroffenen Gebieten aufsuchen. Täglich sind 200 Freiwillige unterwegs, mittlerweile konnten so rund 2.500 Betroffene erreicht werden. Neben der Feststellung der Schäden und des Bedarfs werden den Betroffenen Lebensmittelpakete, Hygienematerial, warme Kleidung und was gerade am notwendigsten ist zur Verfügung gestellt.

Cvitkušić: „Es gibt zahlreiche Hilfsinitiativen, hunderte Freiwillige helfen den Menschen, wo sie können. Dafür sind wir sehr dankbar.“ Der Bedarf an Sachspenden sei ausreichend gedeckt, so der Generalvikar: „Beschädigte Straßen machen die Verteilung von Sachspenden schwierig. Zudem gibt es aufgrund der Zerstörung vieler Gebäude wenige Lagerplätze. Deshalb bitten wir um Geldspenden und Unterstützung beim Wiederaufbau.

Caritas unterstützt beim Wiederaufbau

Hilfe bei der Renovierung von beschädigten Häusern soll einerseits durch Gutscheine für Baumaterialien erfolgen, aber auch durch die Organisation von Bautrupps, die vor allem älteren Menschen bei der Renovierung helfen sollen. Theresa Sacher von der Auslandhilfe der Caritas Kärnten rät von privaten Fahrten ins Erdbebengebiet ab, weil diese in Anbetracht der aktuellen Corona-Krise, zerstörter Straßen und potenzieller Nachbeben die Sicherheit und Gesundheit der Helfenden und Erdbebenopfer gefährden könnten.

Spendenkonto

Kärntner Sparkasse
IBAN: AT40 2070 6000 0000 5587
BIC: KSPKAT2KXXX
Kennwort: Katastrophenhilfe Kroatien

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