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Wirtschaft - Kärnten
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EU-Kohäsionspolitik:

Kärnten profitiert vom Miteinander der Regionen

Kärnten – Die sogenannte Kohäsionspolitik soll in Europa eine ausgewogene, nachhaltige territoriale Entwicklung fördern. Sie beinhaltet die Zusammenarbeit der Regionen und die daraus resultierende Unterstützung benachteiligter Regionen durch stärkere.

 3 Minuten Lesezeit (446 Wörter)

„Die Kohäsionspolitik spielt eine Schlüsselrolle bei der wirtschaftlichen Belebung der ländlichen Gebiete Europas und damit auch für Kärnten“, sind sich EU-Referent Landeshauptmann Peter Kaiser, Finanzreferentin LHStv.in Gaby Schaunig und Landesrat Martin Gruber einig. Gemeinsam präsentieren sie in der Regierungssitzung am Dienstag den Bericht über die laufende Umsetzung der Kohäsionspolitik in Kärnten. Konkret geht es dabei um Mittel aus dem Europäischen Sozialfonds (ESF), dem Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raumes (ELER) und dem Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE) – darunter fallen insbesondere INTERREG-Projekte.

Regionale Entwicklung

Für die Abwicklung des EFRE-Programms mit dem Ziel von Investitionen in Wachstum und Beschäftigung zeichnet in unserem Bundesland der Kärntner Wirtschaftsförderungs Fonds (KWF) verantwortlich. Von den insgesamt 536 Mio. Euro des Programms beträgt der Kärntner Programmteil 56,8 Mio. Euro, das entspricht elf Prozent des Gesamtbudgets. Bis Ende Oktober 2020 gab es 98 Projekte, 46,4 Mio. Euro an EFRE-Mitteln waren genehmigt bzw. gebunden (=81,65 Prozent der verfügbaren Mittel). Die Eigenmittel Begünstigter betrugen bis zu diesem Stichtag rund 302 Mio. Euro. Bezogen auf die genehmigten Mittel konnten bereits 21,74 Prozent (EFRE-Mittel) abgerechnet werden, das entspricht einem Betrag von 12,4 Mio. Euro. Im Jahr 2018 wurde in Kärnten auch das einzige Großprojekt Österreichs seitens der EU genehmigt. Die EU-kofinanzierten Kosten betragen rund 93,6 Mio. Euro, in Summe werden für dieses Projekt insgesamt rund 6,4 Mio. Euro an EFRE-Mitteln ausgeschüttet, wobei bis 31.10. des Vorjahres schon 3,8 Mio. Euro ausgezahlt wurden.

Förderungen für ländlichen Raum

Im Zusammenhang mit ELER stehen für Kärnten in der Programmperiode bis 2020 insgesamt rund 716 Millionen Euro zur Verfügung. Das Programm wird zu rund 50 Prozent von der Europäischen Union (=Mittel des ELER), zu rund 30 Prozent vom Bund und zu rund 20 Prozent vom Land Kärnten finanziert. Programmverantwortliche Landesstelle ist die Abteilung 10 – Land- und Forstwirtschaft, Ländlicher Raum. Im Österreichischen Programm für ländliche Entwicklung 2014 – 2020 werden jährlich in Kärnten etwa 14.000 Anträge auf Förderung gestellt. Rund 10.500 Anträge davon betreffen Flächenmaßnahmen wie die Agrarumwelt- und Klimamaßnahme (ÖPUL) und die Ausgleichszulage für benachteiligte Gebiete (Bergbauernförderung), 3.500 Anträge werden für Projektmaßnahmen wie landwirtschaftliche Investitionsförderung, LEADER, Forst-, Bildungs- und Naturschutzmaßnahmen gestellt. Bei den Flächenmaßnahmen werden mehrjährige Verpflichtungen eingegangen und jährlich etwa 69 Mio. Euro (rund zwei Drittel der Jahresgesamtdotierung) ausbezahlt. Bei den Projektmaßnahmen wurden im Vorjahr knapp 32 Mio. Euro ausbezahlt. Ziel der bewilligenden Stellen ist eine Ausschöpfung aller vorhandenen EU- und Bundesmittel bis 2023, dem letzten Jahr für Zahlungen aus diesem Programm. Bis dato wurden rund 519 Mio. Euro (=rund 72,5 Prozent der zur Verfügung stehenden Mittel) ausbezahlt.

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