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Politik - Klagenfurt
© Germ

FPÖ Germ über Gemeindewohnungen:

„Kellerabteile stehen unter Wasser und Miete wird erhöht“

Klagenfurt – Seit Jahren gibt es, laut der FPÖ, massive Probleme bezüglich den Gemeindewohnungen der Stadt Klagenfurt, hauptsächlich in den Stadtteilen Fischl/St.Peter und Waidmannsdorf.

 4 Minuten Lesezeit (526 Wörter) | Änderung am 13.01.2021 - 19.27 Uhr

„Nicht nur das es für diese Gemeindewohnungen einen hohen Sanierungsbedarf gibt, bei diesen Wohnungen stehen Bereiche der zugehörigen Kellerabteile unter Wasser. Es herrschen hier für die Mieter unzumutbare Zustände“, betont Vizebürgermeister Wolfgang Germ (FPÖ).

Mieterhöhung statt Lösung

„Aufgrund des hohen Wasserstandes in den Kellerabteilen und der massiven Feuchtigkeit, bildet sich auch Schimmel, welcher zu Gesundheitsproblemen führt, sagt Germ. Diese Problematik wurde auch in der gestrigen Stadtsenatsitzung besprochen, wobei der zuständige Referent sich hier verwundert zeigt und Abhilfe schaffen will. „Diese Probleme bestehen aber schon seit einigen Jahren und wurden ignoriert. Anstatt zu reagieren bzw. den Mietpreis der betreffenden Gemeindewohnungen zu reduzieren, wurde dieser auch noch mit Jänner 2021 um knapp 10,00 Euro erhöht„, so Germ.

Gegenstände einfach nicht am Boden lagern?

Nun habe man, so Germ, in einem betroffenen Stadtteil Entsorgungscontainer aufstellen lassen, um die durch das Wasser beschädigten bzw. kaputten Fahrnisse der Mieter entsorgen zu können. Gleichzeitig wird aber darauf hingewiesen, zukünftig alle Fahrnisse in den Kellerabteilen auf Paletten zu lagern, um Wasserschäden vorzubeugen.

Germ fordert Entschädigung für die Mieter

„Wir wollen, dass die Mieter der betroffenen Gemeindewohnungen rückwirkend seit Beginn der Missstände und bis zur Erneuerung der unzumutbaren Kellerabteile von der Miete entlastet werden bzw. muss den Mietern hier mit einer Mietminderung entgegengekommen werden“, betont Germ abschließend.

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Der Vizebürgermeister fordert eine Entschädigung für die Mieter. - © KK

Update 14 Uhr – Stadt: „Keine Keller unter Wasser“

Seitens der Landeshauptstadt Klagenfurt wurde am Mittwochnachmittag mitgeteilt, dass derzeit in keiner einzigen Wohnanlage der Stadt ein Keller unter Wasser steht. Auch sei keine Mieterhöhung vorgenommen worden. „Geringfügige Entgeltänderungen ergeben sich höchstens aus der jährlichen Indexanpassung. Der städtische Wohnbau liegt der Stadt sehr am Herzen! Es werden jährlich Millionen investiert, damit eine gute Wohnqualität gewährleistet ist“, heißt es abschließend.

Update 18 Uhr – Stadtrat Frey: „Reparaturen werden durchgeführt“

Auch Stadtrat Frank Frey (Grüne) äußerte sich zu den Vorwürfen: „Wassereinbrüche in Kellern bei städtischen Wohnanlagen in den Stadtteilen Fischl und Wiaidmannsdorf sind ein der alten Bauweise dieser Häuser geschuldetes Problem. Der Abteilung und dem Referat sind diese Mängel nahezu zwei Jahrzehnten lang bekannt„, so Frey in einer Stellungnahme gegenüber 5 Minuten. Erst in der Referatszeit des Stadtrates seien umfassende Erhebungen des Renovierungs- und Reparaturbedarfs der Wohnungen vorgenommen und die zur Behebung notwendigen Mittel budgetiert worden. „Die Reparaturen werden nun sukzessive durchgeführt“, weiß Frey.

„Mieten wurden nicht erhöht“

Ebenso sei die Behauptung, „die Mieten wurden erhöht“, laut dem Stadtrat grundlegend falsch. „Es mag dem Uninformierten so erscheinen, doch die geringfügigen Mehrkosten betreffen ausschließlich die Betriebskosten in den städtischen Wohnungen. Da ist, seriöserweise eine Differenzierung angebracht, denn die Betriebskosten sind variabel, da sich, zum Beispiel Entsorgungskosten für den Müll schon mal erhöhen können“, erklärt Frey.  Weiters erwähnt der Stadtrat, dass die Kellerabteile den Mietern unentgeltlich zur Verfügung stehen. Die Höhe des Mietzinses sei deshalb unabhängig von der Fläche des Kellerabteils.

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