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Leute - Kärnten
Große Freude bei allen bei der Übergabe des Spendengutscheins.
Große Freude bei allen bei der Übergabe des Spendengutscheins. © Christian Müller

Dank Spendenaktion:

„Der Urlaub mit Marius gibt uns ein Stückchen Normalität zurück!“

Bezirk Hermagor – Die Gesundheit ist eines der wichtigsten Güter, die der Mensch besitzt. Manch einer hat aber nicht das Glück gesund zu sein, sondern leidet an schweren Erkrankungen, so wie auch der kleine dreijährige Marius. Ein Geschwisterpaar aus Villach wollte der Familie eine Freude machen und statt Weihnachtsgeschenke gab es eine Spendenaktion, die sie ins Leben gerufen haben.

 3 Minuten Lesezeit (422 Wörter) | Änderung am 14.01.2021 - 09.40 Uhr

„Meine Schwester und ich waren uns einig, dass wir alles haben, was wir brauchen und uns deswegen zu Weihnachten nichts schenken wollten, sondern jemanden, der es nicht leicht hat, eine Freude zu bereiten. So entstand unser Spendenaufruf“, erzählt uns Christian Müller im Interview. Die Resonanz auf den Beitrag war groß. „Innerhalb kürzester Zeit meldeten sich Freunde, aber auch entfernte Bekannte, dass sie unbedingt mitmachen wollen, ich war total perplex. So kamen wir dann auch auf Marius und seine Familie.“

Am ersten Tag schon 1.000 Euro

„Eine Freundin schrieb mich auf meinen Beitrag an und erzählte mir von Marius, da wusste ich, dass unsere Spendenaktion ihm und seiner Familie zugutekommen soll“, sagt Christian gegenüber 5 Minuten. Am ersten Tag des Ausrufes waren es schon 1.000 Euro an Spenden, innerhalb einer Woche kam ein Betrag von 2.520 Euro zusammen. „Ich kontaktierte daraufhin die Familie von Marius, um so herauszufinden, was sie denn dringen benötigen würden. Schnell war klar, dass sie sich eine Auszeit vom Alltag wünschen. Somit holten wir mit den Spendengeldern einen Gutschein von einem Kinderhotel in der Nähe des Wohnortes von Marius und einen Blumenstrauß für seine Mama.“ Die Freude der Familie bei der Übergabe war riesig.

Kämpfernatur Marius

Marius wurde am 1. August 2017 mit einem Gendefekt geboren. Die sogenannte Myotubuläre Myopathie ist eine sehr seltene Muskelerkrankung. Nach neun langen Monaten im Krankenhaus durfte die Familie dieses erst im April 2018 verlassen. Seitdem wird Marius zu Hause im Bezirk Hermagor in Grafendorf liebevoll umsorgt und betreut. Er muss 24 Stunden am Tag künstlich beatmet werden. Ein Überwachungsmonitor gibt dabei Auskunft über Sättigung und Herzfrequenz des Buben. Aufgrund des gänzlich fehlenden Schluckreflexes wird Marius außerdem über eine Magensonde ernährt.

„Wir freuen uns so sehr“

In den vergangenen Jahren war die Familie rund um Marius erst einmal auf Urlaub. „Wir waren so überrascht und gleichzeitig erfreut, dass uns jemand für die Spendenaktion vorgeschlagen hat und als Christian sich dann gemeldet hat, dass wir auf Urlaub fahren können, war die Freude gleich noch größer“, erzählt uns die Mama vom kleinen Marius im Interview. „Wenn es die Pandemie wieder möglich macht, werden wir nach sorgfältiger Planung, den Urlaub antreten um endlich mal dem Alltag richtig entfliehen zu können“, meint sie mit aufgeregter Stimme. Auch Christian, seine Schwester und alle Spender sind sich sicher: „Gibst du – so wirst du belohnt.“

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