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Ein „Weltmaler“ ist nicht mehr: Villach trauert um Hans Staudacher

Villach – Er hat begeistert. „Hans Staudacher hat Menschen zum Staunen gebracht und mit seiner Kunst viele Herzen geöffnet. Ich bin tief betroffen vom Ableben dieses großen Weltmalers.“ Villachs Bürgermeister Günther Albel kondoliert im Namen aller Kunstfreundinnen und Kunstfreunde seiner Frau Hanne-Lore, die er immer liebevoll Uschi genannt hat, der Familie und den Angehörigen des am Sonntag verstorbenen Künstlers.

 1 Minuten Lesezeit (203 Wörter)

Hans Staudacher, der 1923 in St. Urban am Ossiacher See geboren wurde, wächst als Eisenbahnerkind in Villach-Auen auf und bezeichnet sich selbst als „Auener Stürzler“. Erste Ausstellungen gab es unter anderem in der Buchhandlung Baier und in der mittlerweile abgerissenen Druckerei Gitschthaler. Zwei Jahre lang arbeitet Staudacher in Warmbad als Schwimmlehrer und Bademeister. Mit dem dort verdienten Geld geht er nach Wien und weiter nach Paris. Nur wenige Jahre später ist Hans Staudacher bereits international präsent.

Kulturpreis der Stadt Villach

1956, mit erst 33 Jahren, vertritt er Österreich bei der Biennale in Venedig und wird im selben Jahr Mitglied der Wiener Sezession. Staudacher zählt in Österreich zur ersten Generation der abstrakten Maler nach dem zweiten Weltkrieg. „Mit Hans Staudacher ist eine ganz besondere Bildersprache verloren gegangen. Er war ein großer Künstler ohne Starallüren, der immer bei sich selbst geblieben ist. Er hat sich immer für andere eingesetzt und nie ein Blatt vor den Mund genommen“, sagt Bürgermeister Albel. Im Jahr 2004 hat er den Kulturpreis der Stadt Villach erhalten und war oftmals in der städtischen Galerie Freihausgasse zu sehen – zuletzt 2018 anlässlich seines 95. Geburtstages. Staudacher hat auch den ersten Kunstkrug für den Villacher Kirchtag kreiert.

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