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Aktuell - Klagenfurt
Im heute in Klagenfurt gestarteten Betrugsprozess geht es um Schmiergeldzahlungen und überhöhte Rechnungen.
SYMBOLFOTO Im heute in Klagenfurt gestarteten Betrugsprozess geht es um Schmiergeldzahlungen und überhöhte Rechnungen. © Pixabay

Prozessauftakt in Klagenfurt:

Geständnis bei Prozess um Schmiergeld in der Baubranche

Klagenfurt – Um überhöhte Rechnungen, Steuerhinterziehung und Schmiergeldzahlungen ging es am heutigen Montagvormittag, dem 18. Jänner, bei einem Prozessauftakt am Klagenfurter Landesgericht. Ein ehemaliger Unternehmer und ein ehemaliger Geschäftsführer mussten sich dem Richter stellen. Der angerichtete Gesamtschaden beträgt mehr als eine Million Euro.

 2 Minuten Lesezeit (265 Wörter) | Änderung am 18.01.2021 - 17.09 Uhr

Heute Vormittag startete ein Betrugsprozess rund um einen 44-jährigen ehemaligen Unternehmer sowie einen 57-jährigen Ex-Geschäftsführer der Tochterfirma eines großen Baukonzerns. Der 44-Jährige wickelte für den Baukonzern jahrelang Elektroarbeiten im Tunnelbau ab. Wie mehrere Medien berichten, soll der 57-jährige Geschäftsführer den Elektromeister um Hilfe bei der Beschaffung von Schmiergeld gebeten haben. Das teilte der ehemalige Unternehmer beim heutigen Prozess in einem umfassenden Geständnis mit. Mit dem Schmiergeld sollten in Osteuropa neue Geschäfte an Land gezogen werden.

Mehr als eine Million Euro Gesamtschaden

Der Unternehmer sollte überhöhte Rechnungen ausstellen und den Differenzbetrag an den Geschäftsführer zurückgeben. Wie eine Aufstellung des Angeklagten ergab, seien so insgesamt 724.000 Euro an die Baufirma zurückgeflossen. Wenn die Firma etwa zum Beispiel 20.000 Euro brauchte, habe der ehemalige Unternehmer bei einem Auftrag der Firma entsprechend mehr verrechnet. Also die Gesamtkosten plus die 20.000 Euro und dem, was er dadurch mehr an Steuern und Abgaben leisten musste. Staatsanwältin Doris Kügler bezifferte den angerichteten Gesamtschaden mit mehr als einer Million Euro.

Ex-Geschäftsführer gab Schmiergeldbeschaffung zu

Obwohl der Ex-Geschäftsführer der Baufirma zugab, vom Unternehmer die Beschaffung von Schmiergeld verlangt zu haben, bestritt er in der heutigen Verhandlung die Höhe des Betrags. Laut ihm habe es sich um rund 150.000 Euro gehandelt. Außerdem habe er sich damit, laut eigenen Angaben, nicht finanziell bereichert. Wie mehrere Medien berichten, bestreitet der Baukonzern generell die Beschaffung von Schmiergeld. Der Prozess wurde heute Nachmittag fortgesetzt, ein Urteil war noch nicht zu erwarten.

Für die Angeklagten gilt die Unschuldsvermutung.

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