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Viele Bewohner von Pflegeheimen und Krankenhauspatienten können sich bei einem Brand nicht selbstständig in Sicherheit bringen.
Viele Bewohner von Pflegeheimen und Krankenhauspatienten können sich bei einem Brand nicht selbstständig in Sicherheit bringen. © Pixabay
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In Pflegeheimen und Krankenhäusern

Brandschutz: (K)ein Spiel mit dem Feuer

Villach – Eigentlich sollten Patienten und Angehörige (Besucher) in Pflegeheimen oder im Krankenhaus sicher sein, doch was ist, wenn es brennt? Der Großteil der anwesenden Personen kann sich im Brandfall nicht selbstständig in Sicherheit bringen. Die Evakuierung solcher Gebäude ist eine große Herausforderung, wie wir von den Brandschutzexperten von Fire-Protect erfahren haben.

 6 Minuten Lesezeit (796 Wörter)

Es ist ein Szenario, das wir uns eigentlich gar nicht vorstellen wollen: Im Pflegeheim oder Krankenhaus ist ein Brand ausgebrochen. Viele der dort untergebrachten Personen sind krank oder pflegebedürftig und können sich nicht selbst in Sicherheit bringen. „Bei einem Brandereignis in solchen Gebäuden gibt es einen strengen Evakuierungsplan, wodurch die anwesenden Personen in Sicherheit gebracht werden können“, versichert Brandschutzexperte Rüdiger Kopeinig von Fire-Protect.

Was geschieht im Brandfall?

Für Krankenhäuser, Pflegeheime und ähnlichen Einrichtungen sind Evakuierungskonzepte erforderlich, da meisten Personen in ihrer Bewegungsfähigkeit eingeschränkt sind. Eine Evakuierung kann Großteils nur mit Hilfe von Personal und Einsatzkräften erfolgen. „Schutzziel ist daher in Krankenhäusern und Pflegeheime die Reduktion der Personenanzahl die evakuiert werden muss. Dies kann durch Schaffung kleinerer Brand- bzw. Rauchabschnitte geschehen“, sagt Brandschutzbeauftragter Mario Santer von Fire-Protect. „Ein Verbleib der Patienten und Angehörigen (Besuchern) in den Zimmern ist deshalb so lange es möglich ist zu befürworten, da die Gefahr oft nicht vom Feuer selbst, sondern vom Rauch ausgeht, der sich auf den Gängen sammelt“, erläutern die Experten. Es ist deshalb wichtig die Flucht- und Rettungswege stets vor Raucheintritt zu schützen und den Rauch mit beispielsweise RWA Rauch- und Wärmeabzugsanalgen abzuführen.

Die Patienten und Bewohner sollten möglichst lange in ihren sicheren Zimmern bleiben.

Die Patienten und Bewohner sollten möglichst lange in ihren sicheren Zimmern bleiben. - © Pixabay

Evakuierung als letzte Maßnahme

Sollte ein größerer Brand ausbrechen wird stufenweise evakuiert. „Alle Brandschutzmaßnahmen müssen so ausgerichtet sein, dass der Verbleib der Personen im Gebäude bis zur Evakuierung sichergestellt ist“, weist Kopeinig hin.

Rettungsstufen:

  • Retten: Aufenthalt in den Zimmern, um Patienten rasch vor einer Gefährdung zu schützen (Pflegepersonal schließt der Krankenzimmertüren).
  • Räumung: Personen, die selbstständig einen gefährdeten Bereich verlassen können finden sich am vorgegebenen Sammelplatz ein.
  • Evakuierung: Eine Evakuierung erfolgt in der Regel als geplanter Vorgang (Evakuierungsplan), bei dem nicht mit einer schnellen Rückkehr gerechnet wird.

Im Ernstfall: Notruf wählen

In der Entstehungsphase eines Brandes kann ein Feuerlöscher das Schlimmste verhindern. Breitet sich der Brand bereits aus, solltest du schnell Handeln und sofort den Notruf 122 wählen. Fenster und Türen sollten, wenn möglich geschlossen werden, denn der Brand kann durch einen Luftzug noch weiter angefacht werden. „Besonders bei Operations- und Intensivbereichen kann es zu Problemen bei Evakuierungen kommen. Aufgrund des hohen Risikos und des Personalaufwands wird deswegen angestrebt, nur Teilbereiche eines Pflegeheimes oder Krankenhauses zu evakuieren“, informiert Kopeinig.

Brandschutz kann Leben retten

Um eine Evakuierung in Stufen zu gewährleisten, benötigen Pflegeheime und Krankenhäuser eine Reihe technischer Voraussetzungen. Eine Brandmeldeanlage ist in allen Kärntner Krankenhäusern wie auch in Pflegeheimen bereits Stand der Technik. Weiters relevant sind unter anderem Löschanlagen, Brandschutztüren, Lüftungsanlagen, Sicherheitsbeleuchtung und ein technisches System, um Hilfspersonal (eigene Kräfte) für die Evakuierung zu alarmieren.

Fluchtwege freihalten!

„Die Fluchtwege müssen gut gekennzeichnet und frei zugänglich sein“, mahnt Santer. Gegenstände wie nicht benötige Betten, Tische oder Stühle für Besucher und Blumen zur Dekoration sind in Fluchtwegen nicht zulässig! „Natürlich möchte man es den Bewohnern in Alten- und Pflegeheimen so angenehm und wohnlich wie möglich gestalten, aber genau darin besteht die Gefahr“, so der Experte. Diese Brandlasten verstellen im Notfall die Fluchtwege und können zu gefährlichen Stolperfallen werden. Zudem wirken viele Dinge aufgrund der Bestandteile als Brandbeschleuniger und sich oft verantwortlich für starke Rauchentwicklung.

Verstellte Fluchtwege können zur Stolperfalle werden.

Verstellte Fluchtwege können zur Stolperfalle werden. - © Pixabay

Regelmäßige Überprüfung ist unerlässlich

Jede Brandschutzeinrichtung muss noch vor ihrer ersten Inbetriebnahme von einer akkreditierten Inspektionsstelle im Rahmen einer Abschlussüberprüfung kontrolliert werden. „Nach Inbetriebnahme sorgen regelmäßige Überprüfungen dafür, dass die Anlage auch in Zukunft einwandfrei funktioniert und im Brandfall Leben schützt bzw. rettet“, erklärt Peter Plessnitzer, der als Brandschutzbeauftragter Begehungen, Mängelaufnahmen und quartalsmäßige Funktionskontrollen für den Kunden durchführt.

Brandschutzbeauftragter Peter Plessnitzer

Brandschutzbeauftragter Peter Plessnitzer - © KK

Haftung der Geschäftsführung

Grundsätzlich ist der betriebliche Brandschutz Aufgabe des Unternehmers bzw. Geschäftsführers. „Vor allem dann, wenn es auch zu Personenschäden gekommen ist, kann ein Brandvorfall auch zu einem gerichtlichen Nachspiel beim Strafgericht führen“, erklärt Kopeinig. Das Risiko einer Haftung trifft daher in erster Linie den Betriebsinhaber bzw. Geschäftsführer. Näheres dazu erfährst du hier. Haftungsrisiken, sowie ein professionelles Brandschutzkonzept, nehmen die Profis von Fire-Protect ab. „Wir beraten schon im Vorfeld in allen Themen rund um den Brandschutz“, schildert der Experte. Als Geschäftsführer kannst du dich also sorglos zurücklehnen und dich auf die Profis verlassen!

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