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Wirtschaft - Kärnten
© 5min.at

Gewerkschaft vida pocht auf fairen Umgang

Nach Skandal bei Security-Firma: „Keine Pauschal­verurteilung der Mit­arbeiter“

Kärnten – Die Finanzpolizei deckte vor kurzem den Sozial- und Abgabenbetrug einer Kärntner Security Firma auf. Nun pocht die Gewerkschaft vida auf einen fairen Umgang mit den Beschäftigten: "Es ist unfair, hier eine Pauschalverurteilung gegen alle Dienstnehmer zu fällen."

 2 Minuten Lesezeit (253 Wörter) | Änderung am 20.01.2021 - 19.42 Uhr

Am Dienstag kam ein gigantischer Betrug­sfall bei einer Kärntner Security-Firma ans Licht: Alle 537 geringfügig beschäftigten Mitarbeiter arbeiteten weit mehr als offiziell dokumentiert und wurden dank gefälschter Fahrtenbücher schwarz bezahlt, fast 500 bezogen darüber hinaus noch illegalerweise Arbeitslosengeld. 5 Minuten hat berichtet.

Gewerkschaft vida pocht auf fairen Umgang

„Sozial- und Abgabenbetrug mit so vielen Beschäftigten und über einen so langen Zeitraum, dazu gehört erstaunliche kriminelle Energie“, stellt Thomas Finsterwalder,  Landesgeschäftsführer der Gewerkschaft vida in Kärnten fest. Wer genau dahintersteckt müssen die Gerichte klären, bei über 500 betroffenen Mitarbeitern sei es aber unfair, eine Pauschalverurteilung auch gegen alle Dienstnehmer zu fällen. Die Gewerkschaft pocht daher auf einen fairen Umgang mit den Beschäftigten. Finsterwalder betont, dass sich Beschäftigte, auf die durch den Dienstgeber Druck ausgeübt wurde oder die selbst Opfer von Lohn- und Sozialdumping durch die Firma geworden sind, bei der Gewerkschaft vida melden sollen, um ihre Ansprüche zu sichern und Hilfe bei den Behördenwegen zu erhalten.

„Ein Schlag ins Gesicht“

„Dass jemand fünf Jahre lang ein System von dieser Größenordnung am Laufen halten kann, ohne dass ihm jemand auf die Schliche kommt, ist ein Schlag ins Gesicht der vielen Security-Unternehmen in Kärnten und Österreich, die korrekt anmelden und abrechnen“, so der vida-Gewerkschafter. Dazu komme der finanzielle Schaden für die Allgemeinheit, wie Finsterwalder unterstreicht. Er fordert in diesem Zusammenhang die personelle Aufstockung der Finanzpolizei, die gute Arbeit leiste, aber nicht überall gleichzeitig sein könne.

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