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Wirtschaft - Kärnten
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Ohne raschem Handeln:

650 Kärntner Kunsthand­werker stehen vor dem Aus

Kärnten – Seit zehn Monaten gibt es keine Märkte mehr. Davon besonders betroffen ist das Kärntner Kunsthandwerk.

 2 Minuten Lesezeit (318 Wörter) | Änderung am 21.01.2021 - 15.26 Uhr

„Es ist für unsere Branche absolut kein Problem, die vorgeschriebenen Corona-Maßnahmen wie genügend Abstand oder Hygiene-Regelungen umzusetzen. Wir haben Präventionskonzepte ausgearbeitet und sind bestens vorbereitet. Noch dazu befinden sich unsere Verkaufsflächen im Freien, wo die Ansteckungsgefahr ohnehin geringer ist“, sagt Adolf Pobaschnig, Landesinnungsmeister der Kärntner Kunsthandwerker. 

Märkte würden gut tun

Zusätzlich wären solche Märkte im kleineren Rahmen eine willkommene Abwechslung für viele Menschen.“ Es gehe mittlerweile um das nackte Überleben einer gesamten Branche, da bereits im Vorjahr der Großteil der Märkte verschoben, verkleinert und schließlich abgesagt wurde, heißt es in einer Aussendung der Wirtschaftskammer. Damit wurde dem Kunsthandwerk die wichtigste Verkaufsplattform entzogen.

Große Verzweiflung

Betroffen sind nicht nur die Kunsthandwerker sondern auch Handwerker-Meisterbetriebe wie Buchbinder, Goldschmiede, Uhrmacher und die Instrumentenbauer. Die Verzweiflung bei den Unternehmerinnen und Unternehmern ist groß, vor allem weil es auch keinen Ansatzpunkt für eine Wiedereröffnung gibt. „Es scheint, als hätte die Politik völlig auf uns vergessen. Wir brauchen jetzt dringend eine Perspektive und die Möglichkeit, unsere Produkte wieder zu verkaufen.“

Bisher gab es kaum finanzielle Hilfe

Ein großes Problem sei auch die Tatsache, dass viele Hilfsgelder und Unterstützungsleistungen an der Branche vorbeigehen: „Da wir vor allem Ein-Personen-Unternehmen mit geringen Fixkosten betreiben, können wir weder Kurzarbeit noch Fixkostenzuschuss beantragen. Noch dazu wurden die Kunsthandwerker – im Gegensatz zu vielen anderen – auch bei der Umsatzentschädigung nicht berücksichtigt!“ Allein in Kärnten sind 650 Kunsthandwerksbetriebe von der baldigen Schließung bedroht, sollte es keine schnelle Hilfe geben. „Es handelt sich dabei um Unternehmerinnen und Unternehmer, die jahrelang Steuern und Sozialversicherungsbeiträge bezahlt haben und ihre Betriebe in mühevoller Kleinstarbeit aufgebaut haben. Wir fordern auch nicht viel, sondern nichts anderes als die Möglichkeit, unsere Betriebe nach der Coronakrise fortführen zu können“, sagt der Landesinnungsmeister.

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